Trauma im Beruf: Wie sich eine Traumatisierung auswirkt und was im Joballtag hilft

Angst, Panik, Depression … eine Traumatisierung wirkt sich in vielfältiger Weise aus. Doch welche Konsequenzen hat ein Trauma im Beruf? Was hilft traumatisierten Berufstätigen? Und wie sollten Vorgesetzte und Kollegen mit dem Thema umgehen? Antwort auf diese Fragen gibt die Heilpraktikerin, Traumatherapeutin und Buchautorin Dami Charf.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Berufseinsteiger, Berufserfahrene, Neustarter und Sehnsüchtige

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was man unter Trauma versteht.
  • Wie sich eine Traumatisierung im Beruf auswirkt.
  • Was Beufstätigen mit Traumatisierung im Joballtag hilft.
  • Was Vorgesetzte und Kollegen tun können.
  • Linkempfehlungen.
  • Literaturempfehlung.

Können Sie kurz erklären, was man unter Traumatisierung versteht und was hinter dem Begriff „Posttraumatisches Belastungssyndrom“ steckt?

Das „Posttraumatische Belastungssyndrom“ (PTBS) ist eine Diagnose nach der „Internationalen statistischen Klassifikation“ (ICD-10) und beinhaltet die klassischen Symptome, die im Allgemeinen für Schocktrauma stehen. Ein Schocktrauma ist ein einzelnes überwältigendes Erlebnis, das eine Person erlebt hat. Das kann eine Operation, ein Unfall, ein Gewalt- oder Kriegserlebnis sein. Wenn wir im gesellschaftlichen Kontext von „Trauma“ sprechen, meinen wir eigentlich meistens Menschen mit einem Schocktrauma.

Gleichzeitig leiden sehr, sehr viele Menschen unter Entwicklungstraumata. Diese Traumata sind viele kleinere Erlebnisse, die für das Baby oder das Kleinkind sehr stressig waren. Diese Menschen konnten in ihrer Kindheit keine Bindungserfahrung machen. Ihre Eltern sind mit ihnen nicht in Resonanz gegangen oder haben ihre Bedürfnisse nicht verstanden und sie zum Beispiel zu lange allein gelassen.

Die meisten Leute denken bei „Entwicklungstrauma“ an so etwas wie sexualisierte Gewalt oder extreme Vernachlässigung. Entwicklungstrauma ist aber viel, viel mehr. Es kann etwa sein, dass ein Baby eine schwere Geburt hatte, dass es danach operiert werden musste oder dass sich seine Eltern nicht in das Kind einfühlen konnten und so eine tiefe Einsamkeit entstanden ist.

Vielfältige Symptome einer Traumatisierung

Wie sehen die Symptome nach einer Traumatisierung aus?

Die Symptome sind sehr vielschichtig.Viele können sich nicht gut intern regulieren. Ich denke in diesem Zusammenhang zum Beispiel an Schlafstörungen, an Depressionen oder Panikstörungen.

Unser autonomes Nervensystem schwingt. Alle Systeme, die lebendig sind, schwingen … auch unser Nervensystem. Es schwingt den ganzen Tag … von Spannung zu Entspannung, von einem hohen Energielevel zu einem niedrigen Energieniveau und zurück. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „Window of Tolerance“, dem Toleranzfenster.

Übererregung und Untererregung

Genau diese Form von Schwingung kommt bei traumatisierten Menschen aus dem Takt oder sie schwingt nur noch in sehr extremer Weise hin und her. Die Traumatisierten bewegen sich oft außerhalb des „Windows of Tolerance“. Das kann man sich so vorstellen, dass sie dann oftmals in einem Zustand der Übererregung sind. Sie nehmen dann alles persönlich. Sie sind sehr gestresst und innerlich unruhig und können sich oftmals nicht gut konzentrieren.

Dazu kommen Schwierigkeiten, selbstreflexiv und empathisch zu sein, weil dieser innere Zustand ganz, ganz viel Energie frisst. Und genau diese Schwierigkeiten wirken sich auch auf das Berufsleben aus.

Da das Nervensystem nicht immer auf dieser sympathikotonen Ebene — also im übererregten und hochgefahrenen Zustand – bleiben kann, schaltet man hin und wieder ab oder wird komplett abgeschaltet. Das ist der Zustand der Untererregung. Dann hat man das Gefühl, leer zu sein, ein Gefühl von Sinnlosigkeit. Man ist einfach nur kaputt. Das ist aber kein Zustand der Entspannung, sondern eher ein inneres Kollabieren. Er oder sie kann nicht mehr.

Das Nervensystem eines traumatisierten Menschen schwingt sehr häufig nur noch zwischen diesen Extremen – zwischen der Übererregung und Untererregung – hin und her statt sich innerhalb des „Window of Tolerance“ zu bewegen, wo man offen auf die Welt schauen kann und sich sicher fühlt … in sich und in der Welt.

Wissen die Menschen um ihren Zustand der Über- oder Untererregung?

Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie in so einem Zustand sind, weil er für sie total normal ist. Ihr Leben lang sind sie schon in diesem Zustand und merken es oft nur, wenn sie sich etwa entspannen wollen und das nicht können. Sie haben oft das Gefühl, dass ihr Leben wahnsinnig anstrengend ist. Oder sie merken es in Partnerschaften oder anderen Beziehungen, dass sie bestimmte Emotionen nicht kontrollieren können.

Traumafolgen im Berufsalltag

Welche Folgen hat die Übererregung im Berufsalltag?

Die Menschen, die Übererregung in sich tragen, werden zum Beispiel Workoholics. Man macht und tut, damit man die innere Unruhe nicht spürt. Man arbeitet ganz, ganz viel und leistet einen positiven Beitrag für die Leistungsgesellschaft. Aber unter Umständen brennt man dann aus, weil man es überhaupt nicht schafft, sich zu entspannen, sich herunter zu regulieren und einen Gegenpol zu finden.

Probleme im Beruf

Wie sehr wirkt sich eine Traumatisierung auf das Berufsleben aus?

Viele Menschen mit schweren Traumatisierungen haben zum Teil gar kein Berufsleben oder können bei weitem nicht die PS auf die Straße bringen, die sie eigentlich hätten. Und das ist einfach supertragisch. Das habe ich ganz, ganz viel in meinen Seminaren. Da sind hochintelligente Menschen, die vielleicht noch die Ausbildung gut geschafft haben, aber dann einfach beruflich nicht Fuß fassen oder nach vorne kommen konnten, weil sie ihre Energie ständig dafür brauchen, um sich einigermaßen im Alltag zu regulieren. Das sind die Menschen, die stark disreguliert und traumatisiert sind.

Wenn man sich innerlich sehr häufig im Kampf, auf der Flucht oder in einer Form von Erstarrung befindet, weil man das Gefühl hat, irgendwas ist zu viel, dann kann man diese ganzen Emotionen sehr schlecht regulieren. Und wer sich nicht gut regulieren kann, der hat meistens Stress mit sozialen Beziehungen. Er oder sie hat zum Beispiel das Gefühl, besonders gut sein zu müssen, weil oftmals hinter diesem Gefühl Scham steht. Er oder sie muss dann ständig etwas beweisen oder fühlt sich auch sehr schnell angegriffen. Diese Menschen können oft auf Konflikte nicht gut reagieren und erstarren.

Welche weiteren Probleme ergeben sich für Traumatisierte im Berufsleben?

Je stärker eine Person traumatisiert ist, desto weniger kann sie in die Zukunft schauen, diese planen oder antizipieren. Stellen Sie sich das so vor: Wenn ein Tiger im Raum ist, dann hat man das Gefühl von Gefahr. Damit ist die Zukunft ziemlich uninteressant. Manche traumatisierten Menschen können sich kaum den nächsten Tag oder den nächsten Monat vorstellen. Bei anderen hört es bei einem Jahr auf, was schon recht lange ist.

Außerdem beinhaltet fast jede Traumatisierung ein Stück erlernter Hilflosigkeit. Ich habe also das Gefühl, das ich in meinem Leben nicht selbstwirksam sein kann. Gerade ein Entwicklungstrauma, das über einen längeren Zeitraum geht, oder ein Schocktrauma, das man mehrfach erlebt, ist mit einem Gefühl extremer Ohnmacht verbunden … mit dem Gefühl, eine Situation nicht mehr beeinflussen zu können. Das Phänomen der erlernten Hilflosigkeit ist natürlich total schlimm, weil es die Ohnmacht, die man erlebt hat, dauerhaft in den Alltag transportiert.

Wie viele Menschen sind von Traumatisierung betroffen?

Da habe ich keine Zahlen, aber ich glaube, dass es sehr viel mehr Menschen sind als allgemein angenommen. Gerade, wenn wir das Entwicklungstrauma dazunehmen, würde ich sagen, dass Traumatisierung eher epidemisch als selten ist.

Beruf als Rettungsanker

Wie sehr behindert eine Traumatisierung Menschen, ihre Stärken im Beruf zu entwickeln und Karriere zu machen?

Manche Menschen schaffen es, funktional zu bleiben. Sie fühlen sich aber nicht wirklich lebendig und mit anderen verbunden. Oftmals kommt noch Stress in der Partnerschaft hinzu. Diese Menschen stürzen sich dann in den Beruf und leben da ihre Funktionalität aus. Das ist oft ihr Rettungsanker.

Nicht lebendig fühlen

Das bedeutet, dass traumatisierte Menschen im Beruf funktionieren können, aber dass es ihnen dennoch nicht gutgeht?

Häufig wird Funktionalität mit Gesundheit verwechselt … selbst zum Teil von Therapeuten. Solange jemand gut funktioniert, hören manche Klienten von Therapeuten: „Was wollen Sie denn hier?“ Dabei ist das Gespür der Leute oftmals ganz gut, weil sie merken: Funktionalität hat nichts damit zu tun, dass man mit seinem Leben glücklich ist oder dass man sich lebendig fühlt.

Wann wird es im Job schwierig?

Es wird schwierig, wenn es darum geht, im Beruf sozial interagieren zu müssen, ob als Führungskraft oder auch im Team. Denn dann wird spürbar, dass die Person Schwierigkeiten hat, sich selbst zu regulieren und mit anderen Menschen stressfrei zu agieren. Gerade viele Menschen mit Gewalterfahrungen – egal in welcher Form – haben oft sehr viele Ängste in sich, sobald zum Beispiel der Fokus auf ihnen liegt. So kann es sein, dass diese Leute auf keinen Fall zu viel Aufmerksamkeit haben wollen und deshalb nicht das im Job erreichen, was sie erreichen könnten.

Was triggert Betroffene in Berufsleben?

Trigger sind so speziell, dass man da gar nichts verallgemeinern kann. Für manche ist es ein Trigger, wenn sie mit dem Rücken zur Tür sitzen müssen und so nicht mitbekommen, wenn die Türklinke heruntergedrückt wird. Das kann Menschen triggern, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, wo immer mal wieder nachts die Tür aufgegangen ist. Für jemand anders ist zum Beispiel ein Gesichtsausdruck oder ein Tonfall ein Trigger.

Krankgeschrieben oder frühverrentet

Kann eine Traumatisierung dazu führen, dass die Betroffenen ihren Job verlieren oder sogar dauerhaft arbeitsunfähig werden?

Ja, selbstverständlich, weil Leute plötzlich aus der Funktionalität herausfallen, wenn irgendetwas in ihrem Leben passiert ist, was sie nicht aushalten können und dann ihre Funktionalität zusammenfällt.

Bei schwerer traumatisierten Leuten ist Sicherheit oft eines der Hauptbedürfnisse. Das heißt unter Umständen, dass sie einen Job machen, der ihnen zwar nicht gefällt, aber sicher ist. Wenn aber durch irgendein Lebensereignis „die Kellertür aufgeht“- zum Beispiel durch eine Trennung oder einen Unfall -, dann bricht diese Funktionalität zusammen. Dadurch kann es plötzlich sein, dass abgespaltene Gefühle, Erinnerungen oder einfach auch Chaos ins Leben kommen. Und dann werden die Leute krankgeschrieben und gehen unter Umständen auch in die Frührente. Ich glaube, dass ganz, ganz viele Menschen, die frühberentet sind, oft auch einen Trauma-Hintergrund haben.

Sie sprachen von abgespaltenen Gefühlen. Können Sie das erklären?

Menschen mit einem Trauma-Hintergrund haben oftmals gelernt, Teile von sich und ihren Gefühlen wegzudrücken. Das nennt man Dissoziation. Man spaltet bestimmte Aspekte von sich als Mensch ab und „sperrt sie in den Keller“ und funktioniert weiter. Aber diese abgespaltenen Teile sind nicht integriert. Sie kosten unglaubliche Kraft.

Berufstätigkeit gibt Struktur und schafft Kontakte

Kann es sein, dass Arbeit und berufliches Engagement Traumatisierten auch gut tut? Wie wird das möglich?

Es kann sein, dass berufliches Engagement einfach gut tut, weil es Struktur gibt oder Kontakte bereitstellt. Deswegen ist das Zu-Hause-Sitzen und Arbeitslossein keine wirkliche Erleichterung. Aber das ist es für die meisten Menschen sowieso nicht.

Alte Traumata bewusst machen und integrieren

Was kann Traumatisierten in ihrem beruflichen Alltag helfen?

Es hilft ihnen, wenn sie sich bewusst machen, woher sie kommen und auf was sie reagieren. Ich glaube, dass es sinnvoll ist, alte Verletzungen zu integrieren, ob man nun den Weg allein geht oder mit therapeutischer Unterstützung. Denn wenn wir Teile von uns abspalten, dann neigen diese dazu, irgendwann ein Eigenleben zu entwickeln. C.G. Jung sprach in diesem Zusammenhang vom „Schatten“. Man sperrt quasi Anteile von sich „in den Keller“. Das hat den Nachteil, dass man an dieser Kellertür bleiben muss und der Radius deswegen sehr gering wird, weil man immer auf die Kellertür aufpassen muss.

Da mit dem Trauma viel Verunsicherung und Ohnmacht einhergeht, ist oft eines der wichtigsten Bedürfnisse der Menschen Sicherheit. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich bewusst zu machen, dass man traumatisiert ist und sich klarzumachen, auf was man anspringt und wo man unsicher wird … sich also bewusst zu werden, wo man Angst hat und wo die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt. Unsere Vergangenheit geht nicht weg, aber wir können sie so integrieren, dass sie nicht mehr so stark unsere Zukunft und Gegenwart bestimmt.

Allerdings ist den meisten Menschen überhaupt nicht klar, dass Gefühle rückbezüglich sein können und dass sie heute eigentlich nicht auf die Gegenwart, sondern auf die Vergangenheit reagieren.

Eigene Bedürfnisse erkennen

Was hilft da?

Manchmal hilft traumatisierten Menschen, dass sie sich klar werden, was sie eigentlich brauchen. Zum Beispiel hat man bei traumatisierten Schülern festgestellt, dass sie mehr Platz um sich herum nötig haben und sehr stark auf zu viel Nähe reagieren. Das geht Erwachsenen genauso. Sie können sich nicht mehr konzentrieren, wenn ihnen jemand zu nahe kommt. Sie brauchen einfach mehr Raum um sich herum.

Es kann zum Beispiel sein, dass Menschen mit Trauma auf bestimmte Lautstärken in Großraumbüros sehr viel stärker reagieren als andere und ihr Nervensystem eigentlich Amok läuft, weil es überlastet ist. Diese Menschen brauchen also mehr Ruhe.

Umgang mit dem Trauma-Thema im Job

Sollten Betroffene im beruflichen Kontext über ihre PTBS reden?

Das würde ich daran festmachen, wie das Betriebsklima ist. Es wäre schön, wenn das möglich wäre und es würde mit Sicherheit helfen. Wenn aber die Traumatisierung zum Stigma wird, wenn die Offenheit zu einer Herabsetzung führt, dann ist es nicht sinnvoll, darüber zu reden. Denn dann potenziert sich das Problem und das macht nichts besser.

Das ist mein Appell an Menschen in Führungspositionen: Sie sollten sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Denn mit Sicherheit sind ganz viele Menschen in ihrem Betrieb betroffen.

Wie sollten Kollegen, Bekannte und Vorgesetzte auf das Thema reagieren? Haben Sie ein paar Verhaltenstipps für den Arbeitsalltag?

Mein Wunsch an die Arbeitswelt wäre, dass sie einfach menschlich ist und dass Menschen die Möglichkeit haben, menschlich zu sein. Vorgesetzte sollten mit gutem Beispiel vorangehen und ein Betriebsklima schaffen, in dem Menschen keine Angst haben, in dem weder Mobbing noch Demütigung vorkommt. Es sollte eine Fehlertoleranz geben. Mein Wunsch ist auch, dass man im Beruf sagen kann, wie es einem geht. Das heißt nicht, dass man keine Leistung mehr bringen soll oder braucht, sondern dass man Mensch sein darf … auch am Arbeitsplatz.

Jeder Mensch hat sein Päckchen und jeder Mensch hat seine empfindlichen Punkte. Traumata sind sehr viel gewöhnlicher als wir das gerne hätten. Wir erklären Traumatisierungen immer noch gerne zu einem Individualproblem. Das ist es nicht! Es ist ein Problem, das viele Menschen haben. Es zieht sich durch die Gesellschaft und zeigt sich an vielen Ecken und Enden an der Art, wie wir miteinander umgehen.

Man ist nicht falsch, krank oder gestört, wenn man Traumasymptome hat. Dami Charf

Gibt es Selbsthilfetipps für Betroffene?

Nein, es gibt keine Tipps. Das ist leider so. Unsere Gesellschaft ist besessen von Tipps und kurzen Wegen. Die gibt es aber im Leben meistens nicht. Meine Hoffnung ist aber, dass Menschen den Mut haben, sich mit sich zu beschäftigen und sich selbst so näher zu kommen, dass sie wieder lernen, sich zu spüren.

Wenn Menschen immer in der Übererregung sind, reagieren sehr viele mit Kampf. Sie werden unter Umständen schneller aggressiv oder fühlen sich angegriffen. Ich finde, dass man das an allen Ecken und Enden gesellschaftlich merkt, wie schnell man auf der Straße angepöbelt wird. Ich würde mir wünschen, dass Menschen wahrnehmen, wie es ihnen geht, ob sie sehr viel Spannung in sich tragen oder gar keine Energie haben. Ich wünsche mir auch, dass sie merken, wie sie auf das reagieren, was sie erlebt haben und welche Auswirkungen das hat.

Außerdem ist mein Wunsch, das wir wieder Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen. Denn wir brauchen andere Menschen, um uns zum Beispiel gut zu regulieren. Wir können das nicht immer allein machen. Das sind Dinge, die einfach hilfreich sind. Man ist nicht falsch, krank oder gestört, wenn man Traumasymptome hat.

Fragen an Sie:

Ich freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben! Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Fragen stellen:

  • Sind Sie selbst traumatisiert?
  • Wie wirkt sich das in Ihrem Beruf aus?
  • Wie gehen Sie damit um?
  • Welche Tipps würden Sie Anderen geben?
  • Gefällt Ihnen der Artikel? Ist er hilfreich? Dann würde ich mich über einen Like auf meiner Facebookseite freuen!

Bitte schreiben Sie auch einen Kommentar! Vielen Dank!

Meine Linkempfehlungen:

Meine Artkel:

Meine Literaturempfehlung:

  • Dami Charf: Auch alte Wunden können heilen. Wie Verletzungen aus der Kindheit unser Leben bestimmen und wie wir uns davon lösen können, Kösel-Verlag, München 2018

( Februar 2020)

(Copyright 2020 by Anja Schreiber)

Anja Schreiber
Anja Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als freie Fachjournalistin zu den Themen Bildung, Studium und Beruf. Sie schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Zeitung, aber auch für Hochschulmagazine, Onlinemedien und eine wissenschaftliche Publikation. Außerdem bloggt sie regelmäßig.

10 Kommentare

  1. Hallo Frau Schreiber,
    das ist ein sehr interessanter und fundierter Blog über ein schwieriges Thema. Leider sind Traumata und die daraus resultierenden Psychischen Auswirkungen ein Tabu Thema in unserer Gesellschaft. Wichtig ist die Wertschätzung der Personen die unter einer Traumatisierung leiden. Die Entwicklung eines Selbstbewusstseins um mit der Problematik umzugehen.
    Sehr gut geschrieben.

  2. Hallo liebe Anja, danke für den Artikel, er gibt meine aktuelle Situation sehr gut wieder. Bin zur zeit in wiedereingliederung und bin dem Arbeitgeber gegenüber offen gewesen. Dies hat sich als ein Segen herausgestellt. Wenn Verbindung die Lösung ist, so habe ich dies jetzt zugelassen bzw. erzeugt.

    1. Herzlichen Dank für das Lob und Ihren Kommentar! Ich freue mich, dass Ihre Offenheit Gutes bewirkte. Ihnen alles Gute wünscht Anja Schreiber

  3. Appell an Menschen in Führungspositionen…..sagen Sie das mal meiner zutiefst narzisstischen Chefin. Leider nicht die erste, die mir begegnet. Auf der Chefebene tummelt sich viel Unrat, da kann man nicht oft auf Verständnis hoffen.

  4. Liebe Anja Schreiber,
    vielen Dank, dass Sie sich diesem wichtigen Thema annehmen und darüber berichten. Das bedeutet mir sehr viel! Es gibt mir das Gefühl nicht vergessen zu sein. Zu Ihren Fragen:
    Ja, ich bin traumatisiert.
    Und ja, es wirkt sich enorm auf mein Berufsleben aus, denn ich habe keines. Wie Dami Charf (mir seit längerem bekannt) im Interview erwähnt, gibt es Menschen, die gerade noch so eine Ausbildung schaffen. Dazu gehöre ich auch. In meinem Fall kam im Anschluss noch ein Studium. Was dazwischen und danach kam ist eine lange Geschichte und endete mit einer Frühberentung.
    Mittlerweile gehe ich offener damit um. Das ist auch meine Empfehlung an andere. Denn ein Versteckspiel oder ein anders-sein-wollen kostet zusätzliche Energie, welche man definitiv nicht hat.
    Mehr über mich auf…
    https://hoffnunghilftheilen.de/2019/12/09/die-geschichte-von-birgit-und-sam/
    und
    https://mutmachleute.de/ptbs-alles-wird-gut/
    … nochmals vielen Dank!
    Herzlichen Grüße
    Birgit

    1. Herzlichen Dank für Ihren offenen Kommentar! Ich finde es enorm wichtig, dass Betroffene wissen, dass sie nicht allein mit ihren Problemen sind. Herzliche Grüße Anja Schreiber

  5. Ein sehr gutes, ermutigendes Interview!
    Sehr hilfreich für den konkreten Alltag.
    Vielen Dank und herzliche Grüße Astrid

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