Home » Konfliktmanagement » Auf dem Weg zur beruflichen Sehnsucht: Sich belohnen!

Wer seinen beruflichen Sehnsüchten nachgeht, der braucht einen langen Atem. Gerade bei großen Zielen wie einem Neuanfang im Job sind sehr viele Schritte nötig, um das Angestrebte zu erreichen. Dabei wird es Rückschläge und Misserfolge geben … Zeiten, in denen scheinbar nichts vorwärtsgeht. Um dennoch motiviert zu bleiben, ist es wichtig, sich immer wieder bewusst zu belohnen.

Belohnungen helfen: So motivieren Sie sich im Beruf

Belohnungen helfen: So motivieren Sie sich für ihr berufliches Ziel!

Belohnungen helfen: So motivieren Sie sich für Ihr berufliches Ziel!

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Sehnsüchtige, Berufserfahrene, Berufseinsteiger, Neustarter und Neustarter 40plus.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Warum es so wichtig ist, sich selbst zu belohnen.
  • Wie Planungsunterlagen Ihnen bei der Belohnung helfen.
  • Wie Geschenke an Sie selbst aussehen können.
  • Linkempfehlungen.

Die größte Belohnung ist natürlich, Ihre Zielsetzung zu erreichen. In diesem Fall brauchen Sie eigentlich gar keinen zusätzlichen Lohn. Doch wenn das Vorhaben groß ist und der Endpunkt noch in weiter Ferne liegt, lässt dieses Erlebnis auf sich warten. Und das ist der Grund, warum so viele Menschen langfristige Ziele nicht erreichen oder ihren einmal beschrittenen Weg vorzeitig abbrechen.

Sich über Teilschritte und erledigte Aufgaben freuen

Wer mit offenen Augen sein Projekt betrachtet, muss aber nicht bis zum Schlusspunkt warten, um sich freuen zu können. Er wird viele Teilziele entdecken. Warum sollten Sie sich also nicht belohnen, wenn Sie einen Teilschritt absolviert haben? Deshalb empfehle ich, Ihren Arbeitsplan auch als Belohnungsplan zu betrachten.

To-Do-Liste abhaken

Haben Sie einen Arbeitsschritt erledigt, sollten Sie das ganz bewusst wahrnehmen. Werten Sie Ihren Erfolg nicht ab, weil der Weg zum Ziel noch weit ist. Relativieren Sie ihn nicht. Stattdessen sollten Sie sich über die Erledigung jeder Aufgabe freuen.

To-Do-Listen können dabei eine ganz wesentliche Rolle spielen. Denn hier bekommen Sie einen Überblick über all Ihre Aufgaben. Haben Sie etwas erledigt, können Sie es durchstreichen oder abhaken. Allein das kann Ihnen schon ein gutes Gefühl vermitteln. Ich hake zum Beispiel jeden Punkt auf der Liste farbig ab.

Planungsunterlagen als Gedächtnisstütze nutzen

Meiner Erfahrung nach ist es bei digitalen To-Do-Listen entscheidend, Erledigtes nicht einfach zu löschen, sondern als „erledigt“ zu kennzeichnen. Denn sonst vergisst man leicht, was man schon geleistet hat. Nutzen Sie also Listen und Planungsunterlagen als Gedächtnisstütze. Gerade in Zeiten, wo scheinbar nichts vorwärtsgeht, sollten Sie sich diese Unterlagen vornehmen und einen Realitätsscheck machen. Sie werden erstaunt sein, was Sie schon alles geschafft haben.

Meine Planungsunterlagen werfe ich nicht einfach in das Altpapier, sondern ich archiviere sie. Regelmäßig nehme ich mir Zeit, diese Papiere durchzulesen. Dabei erkenne ich, welche Fortschritte ich gemacht habe. Ich sehe den roten Faden in meinen Handlungen und merke, wo ich mich auf dem Weg zum selbst gesteckten Ziel befinde.

Arbeitserfolge wohlwollend betrachten

Wichtig dabei ist allerdings, dass Sie Ihre Planungsunterlagen wohlwollend betrachten. Wer seine Leistungen mit dem Blick eines Staatsanwaltes oder eines immer unzufriedenen Chefs begutachtet, wird jeden Fortschritt kleinreden. Er wird sich selbst jede Motivation nehmen!

Schauen Sie also in freundlicher Gesinnung auf Ihre Anstrengungen, so als ob Sie die Leistungen eines geliebten Kindes oder eines guten Freundes loben. Denn nur so werden Sie wirklich gewahr, was Sie schon geschafft haben! Nur so holen Sie sich genug Motivation, um weiter Ihre Ziele zu verfolgen!

Bewusstes Wahrnehmen von Erfolgen

Ich habe früher meine eigenen Erfolge zu oft kleingeredet. Bis ich erkannte, dass dieses Denken eine Sackgasse ist und nicht weiterführt. Deshalb war es für mich im wahrsten Sinne des Wortes eine Geistesschulung, wahrzunehmen, was ich leiste. Diese neue Perspektive einzunehmen, war nicht leicht. Aber dieser Blick auf sich selber läst sich einüben!

Meine Empfehlung an Sie lautet deshalb: Trainieren Sie Ihre Wahrnehmung! Konzentrieren Sie sich dabei auf das, was Sie schon geschafft haben. Vergleichen Sie zum Beispiel Ihren alten Status mit dem aktuellen. Wenn Sie mit Wohlwollen darauf blicken, erkennen auch Sie Ihre Fortschritte!

Sich selbst beschenken

Es ist zwar wichtig, Erfolge wahrzunehmen und sich schon damit zu belohnen, doch oft macht auch ein richtiges Geschenk Sinn. Denn es verstärkt das positive Gefühl. Und genau diese Chance sollten Sie nutzen! Schließlich brauchen Sie für die Umsetzung Ihrer Ziele Kraft. Arbeiten Sie also aktiv an Ihrer Motivation, indem Sie gut zu sich sind!

Ich weiß, wovon ich spreche: Als ich noch mit meiner Geisteshaltung auf meine Leistungen schaute, habe ich mich zu wenig um meine Kraftreserven gekümmert. Ich powerte mich aus! Heute weiß ich um das Problem und arbeite dagegen.

Der kleine Luxus als Belohnung

Wer nicht gewohnt ist, sich zu belohnen, wird sich jetzt vielleicht fragen, wie er das machen soll. Viele haben ein Gespür dafür, was ihnen guttut. Einigen fällt es aber schwer, dieses Gespür wahrzunehmen.

Meiner Erfahrung nach braucht eine Belohnung gar nicht groß sein. Oft reichen schon Kleinigkeiten … vorausgesetzt, dass wir den kleinen Luxus als solchen wahrnehmen. Der kann zum Beispiel in einem abendlichen Schaumbad bestehen. Auch die liebste Kaffee- oder Kuchenspezialität ist ein schönes Geschenk an sich selbst. Ich persönlich genieße ruhige Augenblicke oder Phasen des Abhängens. Ein Buch lesen und Kaffeetrinken: Diese ganz unspektakuläre Alltagsbelohnung mag ich sehr. Zeit für Muße ist für mich immer ein großes Geschenk!

Die passende Belohnung finden

Was Menschen guttut, ist höchst individuell. Der eine trifft Freunde, geht essen oder ins Kino. Der andere liebt die Zeit für sich allein, weil er so seine Batterien wieder aufladen kann. Wichtig ist nur, dass Sie sich mit einer Belohnung verwöhnen, die zu Ihnen passt … und nicht eine, die beim Partner, bei Freunden oder bei der Familie gut ankommt.

Natürlich sind auch Bücher, eBooks, ein neues Smartphone und vieles mehr – etwa Ausflüge oder Urlaubsreisen – schöne Geschenke an sich selbst. Es kommt aber gar nicht so sehr darauf an, wie wertvoll die Belohnung ist, sondern die Haltung, mit der Sie sich beschenken. Nehmen Sie den kleinen und großen Luxus nicht als selbstverständlich hin. Genießen Sie ihn in vollen Zügen ohne ihn zu relativieren!

Belohnen bei Misserfolgen und Problemen

Viele Menschen haben häufig die Tendenz, sich für Erfolge zu belohnen, aber nicht für Niederlagen oder Misserfolge. Das finde ich problematisch. Denn gerade bei Stagnation, Rückschritten, Fehlern und Schwierigkeiten sollten Sie sich intensiv um Ihre Selbstfürsorge kümmern! Schließlich bleibt einem in diesem Fall die Belohnung verwehrt, die ein Erfolg mit sich bringt. Belohnen Sie sich also gerade, wenn etwas schiefläuft!

Achtsamkeit als Schlüssel

Wie die Selbstfürsorge im Einzelnen aussieht, kann natürlich ganz unterschiedlich sein. Es hängt davon ab, ob Sie als Single oder in einer Familie leben, ob Sie selbstständig oder angestellt sind und was Ihnen guttut. Doch wenn Sie auf sich selbst achten, kommen Sie besser durch schwierige Zeiten … und ganz nebenbei wird auch Ihr Umfeld von dieser Lebenseinstellung profitieren. Denn Sie sind ausgeglichener, motivierter und entspannter!

Fragen an Sie:

Ich freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben! Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Fragen stellen:

  • Belohnen Sie sich für geleistete Arbeit?
  • Wie sieht diese Belohnung aus?
  • Nehmen Sie Ihre Erfolge oder Teilerfolge bewusst wahr?
  • Was halten Sie von der Idee, sich bei Misserfolgen Gutes zu tun?
  • Gefällt Ihnen der Artikel? Ist er hilfreich? Dann würde ich mich über einen Like auf meiner Facebookseite freuen!

Bitte schreiben Sie auch einen Kommentar! Vielen Dank!

Meine Linkempfehlungen:

(Artikel veröffentlicht Oktober 2016)

(Copyright 2016 by Anja Schreiber)

  • Anja Schreiber
    Article By :
    Anja Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als freie Fachjournalistin zu den Themen Bildung, Studium und Beruf. Sie schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Zeitung, aber auch für Hochschulmagazine, Onlinemedien und eine wissenschaftliche Publikation. Außerdem bloggt sie regelmäßig.

Comments

  1. Petra Amann sagt:

    Hallo liebe Anja, schön das ich deinen Blog fand.
    Sehr oft werde ich mit Erfolg und Misserfolg konfrontiert. Gerade in meinem Ausbildungszentrum für Massagen & alternative Heilweisen.
    Ich selbst gehe mit obigen auch oft nicht richtig um. Erfolg erkenne ich an mir selbst viel zu wenig und dann erstaunt mich, wenn mich andere darauf aufmerksam machen.
    Doch ich belohne mich auch manchmal selbst. Manchmal … viel zu selten!
    Liebe Grüße an dich
    Petra

    1. Anja Schreiber Anja Schreiber sagt:

      Hallo Petra, vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich glaube, dass Du mit Deinen Erfahrungen nicht allein bist! Ich kenne das von mir selbst auch. Liebe Grüße Anja

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