Berufliche Sehnsucht verwirklichen: So planen Sie Ihren Weg zum Ziel

Sie haben sich vorgenommen, Ihrem Traum nachzugehen? Ich kann Sie zu dieser Entscheidung nur beglückwünschen! Wenn Sie Ihrer Sehnsucht folgen möchten, wird das nur Schritt für Schritt gehen! Und dafür brauchen Sie einen Plan! Vielleicht schrecken Sie jetzt schon ein wenig zurück. Denn viele verbinden mit Sehnsucht pure Emotion und nicht so etwas Nüchternes wie ein organisiertes Vorgehen! Doch ich kann Ihnen versichern: Wenn Sie professionell – also möglichst strukturiert – handeln, kommen Sie am Besten vorwärts.

Berufliche Sehnsucht: So planen Sie Ihren Weg zum Ziel
Berufliche Sehnsucht: So planen Sie Ihren Weg zum Ziel!

Der Weg zum Ziel führt über die Planung

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

Sehnsüchtige, Berufserfahrene, Berufseinsteiger, Neustarter und Neustarter 40plus.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie Sie Ihr berufliches Ziel durch Planung verwirklichen.
  • Was Sie bei der Planung bedenken sollten.
  • Wie Sie die einzelnen Schritte in Richtung Ziel festlegen.
  • Linkempfehlungen.

In meinem letzten Artikel zum Thema Sehnsucht  habe ich Ihnen einen Dreamday empfohlen. Diese Zeit sollten Sie nutzen, um Ihre (unbestimmte) Sehnsucht in ein klares Ziel zu verwandeln. Am Schluss des Artikels riet ich Ihnen, sich einen konkreten Rechercheauftrag zu geben.

Rechercherergebnisse für die Planung nutzen

Wer zum Beispiel das Ziel hat, Buchautor zu werden, der könnte im Internet zu diesem Themengebiet recherchieren, aber auch Bücher und Blogs dazu zu lesen. Wichtig ist, dass Sie die Recherchephase nicht unendlich ausdehnen, sondern eine Deadline festlegen! Bis zu diesem Stichtag sollten Sie ein paar relevante Informationen gesammelt haben. Der nächste Schritt ist die Planung. Dafür brauchen Sie kein Experte zu sein! Grundlegendes Wissen über Ihr Thema reicht völlig aus, um in diese Phase einzusteigen!

Den Plan immer wieder nachjustieren

Wenn Sie nun die Umsetzung Ihres Ziels planen, machen Sie sich bitte vorher eines klar: Planung ist keine einmalige Handlung! Sie werden merken, dass Sie Ihr Vorgehen immer wieder an die Realität anpassen müssen, um vorwärts zu kommen. Das kann viele Gründe haben, zum Beispiel inhaltliche Probleme, die plötzlich auftauchen oder persönliche Rahmenbedingungen, die sich ändern.

Deshalb geht es gar nicht darum, von Anfang an ein perfektes Konzept zu erstellen. Bleiben Sie stattdessen sensibel für die sich einstellenden Herausforderungen und justieren Sie nach.

Kleine Schritte planen

Wie Ihr Plan genau aussieht, hängt natürlich von Ihrem Ziel ab. Wollen Sie ein Buch schreiben, werden Sie diese Arbeit wahrscheinlich zunächst in eine Recherche-, Schreib- und Überarbeitungsphase unterteilen.

Aber das sind nur sehr grobe Schritte, die wahrscheinlich nicht ausreichen werden. Planen Sie am Besten zusätzlich kleinere Schritte ein. Wenn Sie zum Beispiel ein Sachbuch schreiben, können Sie anhand Ihrer Gliederung weitere Schritte identifizieren. Oder Sie legen fest, wie viel Seiten Sie in welcher Zeit verfassen wollen. Grundsätzlich gilt: Je kleiner und konkreter die Schritte sind, desto besser lassen sie sich auch umsetzen.

Mut zur Lücke

Wenn Sie sich auf ein neues und unbekanntes Terrain begeben, müssen Sie davon ausgehen, dass Sie nicht sofort den perfekten Plan entwickeln. Kalkulieren Sie das ein! Rechnen Sie damit, einzelne Teilschritte verändern, neue Schritte ins Konzept aufnehmen oder die Reihenfolge revidieren zu müssen. Haben Sie also Mut zur Lücke! Im Laufe Ihres Projektes werden Sie weitere Erkenntnisse gewinnen. Diese sollten Sie dann unbedingt in Ihr Konzept aufnehmen.

Doch schon jetzt können Sie feststellen, ob Ihnen noch etwas fehlt. Meist merkt man während der Planung, ob noch Fragen offen sind. Wenn dem so ist, betrachten Sie deren Beantwortung als Arbeitsauftrag und nehmen Sie diesen in Ihren Plan auf.

Sich selbst beobachten und reflektieren

Machen Sie sich klar, dass Sie am Anfang oft noch ins Blaue hinein planen müssen. Bleiben wir beim Bücherschreiben: Wenn Sie zum ersten Mal ein längeres Manuskript verfassen, wissen Sie nicht, wie viel Zeit Sie für ein Kapitel oder eine Seite brauchen. Arbeiten Sie in diesem Fall mit Annahmen. Schreiben Sie zum Beispiel ein Probekapitel und beobachten Sie sich dabei. Reflektieren Sie über Ihre Handlungen und Arbeitsabläufe. Integrieren Sie diese Erkenntnisse in die Planung!

Auf jeden Fall sollten Sie Ihre spezifischen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Denn wer ein Ziel umsetzen will, muss höchstwahrscheinlich beruflich und privat neue Prioritäten setzen. Deshalb ist es so wichtig, sich den Ist-Zustand anzuschauen. Betrachten Sie also Ihr Privatleben:

  • Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihrem Partner und mit Ihren Kindern und Freunden?
  • Pflegen Sie einen Angehörigen? Wie steht es um Ihre Gesundheit?
  • Welche anderweitigen Verpflichtungen haben Sie?
  • Wie sieht Ihr Freizeitverhalten aus?

Überlegen Sie zudem, wie es um Ihre Konstitution steht.

  • Sind Sie oft erschöpft?
  • Wie motiviert sind Sie?
  • Schieben Sie gerne Aufgaben auf?
  • Was lässt Sie in den Flow kommen?

Berufliche Rahmenbedingungen bedenken

Neben den privaten Rahmenbedingungen sollten Sie auch Ihre beruflichen Umstände mitbedenken.

  • Wie lange arbeiten Sie?
  • Machen Sie Überstunden?
  • Wie viel Freiheiten haben Sie bei der Gestaltung Ihrer Arbeit?

Wenn Sie sich diese Fragen beantwortet haben, dann wissen Sie viel über Ihren Ist-Zustand. Diesen sollten Sie in einem zweiten Schritt mit Ihrem Plan abgleichen. Wenn Sie jetzt schon ständig Überstunden machen, werden Sie vermutlich wenig Kraft und Zeit haben, um in der Freizeit ein Buch zu schreiben. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie ein Projekt gleich ad acta legen müssen.

Ehrlichkeit gegenüber sich selbst

Doch seien Sie ehrlich zu sich selbst! Schauen Sie sich Ihre Rahmenbedingungen ganz genau an. Überlegen Sie, ob diese das Projekt befördern oder eher behindern. Wenn das Umfeld stimmt, kann ich Sie dazu nur beglückwünschen, Sie können gleich durchstarten.

WSind die Bedingungen nicht so ideal, suchen Sie nach Lösungen. Was müssen Sie verändern, damit Sie das Ziel erreichen? Oft lassen sich durch die Veränderung von Gewohnheiten Zeitfenster schaffen, die Ihnen die Umsetzung Ihres Projektes ermöglichen. So wird jemand, der täglich eine halbe Stunde früher aufsteht, um an seinem Buch zu schreiben, mittelfristig ein Manuskript fertigstellen können.

Realistisch sein

Bleiben Sie bei der Planung realistisch! Oft neigen wir Menschen beim Planen dazu, in zu kurzer Zeit zu viel zu erwarten. Das gilt speziell für die Änderungen von Gewohnheiten. Gleich eine Stunde früher aufzustehen, ist vielleicht doch ein zu ehrgeiziges Ziel. Nehmen Sie sich also Zeit! Gewohnheiten stellt man nicht von einem Tag zum anderen um.

Es ist bei den meisten Projekten gar nicht so sehr entscheidend, möglichst viel Arbeit in kurzer Zeit zu leisten, sondern dass Sie kontinuierlich dranbleiben. Wenn Sie jeden Tag zum Beispiel eine halbe Stunde investieren, können Sie damit viel erreichen!

Erfahrungen in die Planung einbeziehen

Wer ein Projekt anschiebt, kann oft von den Erfahrungen Anderer profitieren. Sprechen Sie also mit Leuten auf Meetups oder Konferenzen. Lesen Sie Blogs oder stellen Sie Fragen in Internetforen und Gruppen. Natürlich sind die Erlebnisse und Erkenntnisse von Dritten nur ein Hinweis. Sie sollten mit solchen Informationen kritisch umgehen. Dennoch können sie Ihnen bei der realistischen Einschätzung von Arbeitsschritten helfen.

Ebenso wichtig ist es, die eigenen Erfahrungen zurate ziehen.

  • Wie gehen Sie mit neuen Projekten um?
  • Sind Sie am Anfang Feuer und Flamme, verlieren aber bei den ersten Schwierigkeiten schnell die Lust?
  • Wie gut können Sie eine zusätzliche halbe Stunde Arbeit in Ihren Tagesablauf integrieren?
  • Was diszipliniert Sie persönlich am Besten – ein ehrgeiziger Plan oder einer, der Sie nicht überfordert?

Fragen Sie sich, wie bisherige Pläne bei Ihnen funktioniert haben. Lassen Sie diese Erfahrungswerte in Ihr Konzept einfließen.

Auszeiten einbauen

Jeder kennt die Geschichten von Gründern, die im Büro schlafen und quasi rund um die Uhr arbeiten. Doch auf lange Sicht ist das nicht unbedingt zu empfehlen. Denn Freizeit und Urlaub sind wichtig für Körper, Geist und Seele! Außerdem sind solche Zeiten hilfreich, um Ihr Projekt auch inhaltlich voranzubringen. Denn Sie schauen mit Abstand Probleme anders an, sind in der Lage Sachverhalte nüchterner zu analysieren und finden so leichter Lösungen. Planen Sie deshalb freie Zeit ein!

In meinem Blogbeitrag „Von der Sehnsucht zum Ziel: Eine Perspektive entwickeln“ habe ich Dreamdays empfohlen. Solche Tage sollten Sie ebenfalls immer mal wieder in Ihren Plan integrieren. Denn von Zeit zu Zeit brauchen Sie einen Tag, an dem Sie in sich gehen können. Nutzen Sie so eine Auszeit! Reflektieren Sie, was Sie geschafft haben, analysieren Sie Ihre Schwierigkeiten, entwerfen Sie Lösungen und justieren Sie Ihre Planung neu.

Unvorhergesehenes einplanen

Natürlich können Sie Unvorhergesehenes wie Krankheiten oder Probleme nicht im engeren Sinne einkalkulieren. Sie können aber schon ein bisschen damit rechnen. Zum Beispiel ist es im Winter realistisch, dass Sie irgendwann einen grippalen Infekt auskurieren müssen. Am Besten bauen Sie Pufferzeiten in Ihr Zeitgerüst ein. So gerät Ihr Plan nicht gleich ins Wanken, wenn Sie ein paar Tage krank sind!

In jeden Fall sollten Sie Ihre Planung immer anpassen, wenn sich Ihr bisheriges Konzept als wenig durchführbar erweist. Je weiter Sie kommen, desto klarer wird Ihnen, welche Schritte noch notwendig sind. Sehen Sie diesen Vorgang als natürlich an und nicht als Scheitern Ihrer Planung! Dann fällt es Ihnen auch leichter, nachzujustieren!

Fragen an Sie:

Ich freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben! Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Fragen stellen:

  • Wie planen Sie die Umsetzung Ihrer beruflichen Ziele?
  • Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
  • Welche Tipps würden Sie Anderen geben?
  • Gefällt Ihnen der Artikel? Ist er hilfreich? Dann würde ich mich über einen Like auf meiner Facebookseite freuen!

Bitte schreiben Sie auch einen Kommentar! Vielen Dank!

Meine Linkempfehlungen:

(Artikel veröffentlicht Juni 2016)

(Copyright 2016 by Anja Schreiber)

Anja Schreiber
Anja Schreiber
Anja Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als freie Fachjournalistin zu den Themen Bildung, Studium und Beruf. Sie schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Zeitung, aber auch für Hochschulmagazine, Onlinemedien und eine wissenschaftliche Publikation. Außerdem bloggt sie regelmäßig.

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