Berufliche Sehnsucht umsetzen: Mit neuen Gewohnheiten gelingt es Ihnen!

Die eigene Sehnsucht leben … eine schöne Vorstellung! Doch wer ernsthaft Träumen und Wünschen nachgehen will, muss bereit sein, etwas dafür zu tun. Er muss handeln! Das bedeutet in vielen Fällen, sich aus der eigenen Komfortzone herauszubegeben. Ein Problem ist dabei oft, dass wir Menschen sehr bequem sind. Um dauerhaft Neues zu tun, brauchen wir deshalb neue Gewohnheiten! Diese helfen uns, Schritt für Schritt auf unser Sehnsuchtsziel zuzusteuern. Die alten Automatismen dagegen halten uns in der Regel davon ab!

 

Berufliche Sehnsucht umsetzen: Mit neuen Gewohnheiten gelingt es Ihnen!
Berufliche Sehnsucht umsetzen: Mit neuen Gewohnheiten gelingt es Ihnen!

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

Sehnsüchtige, Berufserfahrene, Berufseinsteiger und Neustarter.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie Ihnen neue Gewohnheiten helfen, Ihre Ziele zu verwirklichen.
  • Was Sie bei der Etablierung neuer Gewohnheiten bedenken sollten.
  • Wie Sie dabei mit Hindernissen und Widerständen umgehen sollten.
  • Literaturempfehlung.
  • Linkempfehlungen.

Gewohnheiten helfen Ihnen, berufliche Ziele zu verwirklichen!

Grundsätzlich sind alte Gewohnheiten sehr hilfreich. Wir müssen morgens nach dem Aufstehen nicht lange überlegen, was wir als Erstes tun. Das alles geht automatisch! Und das ist eine unglaubliche Entlastung für unser Denken. Außerdem sind automatisierte Vorgänge weniger fehleranfällig als Handlungen, über die wir erst nachdenken müssen!

Gewohnheiten im Beruf: entlastend, aber unflexibel

Aber Gewohnheiten haben auch eine negative Seite: Sie sind sehr starr. Alle, die schon mal eine schlechte Angewohnheit ablegen wollten, wissen das. Die Tüte Chips am Abend wegzulassen, wo sie doch zum Feierabendritual dazugehört, ist schwierig.

Unser berufliches Tun ist ebenfalls geprägt von Automatismen und ihrer Ambivalenz: Einerseits vereinfachen sie unseren Alltag, etwa das automatische Emailchecken zu Arbeitsbeginn. Andererseits kann sich jemand schnell verzetteln, der gleich am Morgen seine Mails checkt und beantwortet. Denn nicht immer ist diese Tätigkeit zu Tagesbeginn hilfreich. Vielleicht sind andere Dinge viel relevanter. Deshalb raten viele Zeitmanagementexperten, eben gerade nicht mit der Email-Lektüre zu beginnen und sich stattdessen auf Wichtigeres zu konzentrieren. Doch um das tun zu können, muss der bestehende Automatismus des „Mailcheckens“ verändert werden.

Neue Gewohnheiten initiieren

Wer zum Beispiel ein Buch verfassen will – und das neben dem ganz normalen Joballtag – , der muss Zeit dafür reservieren. Auch hier können Gewohnheiten hilfreich sein. Wer zum Beispiel vor dem eigentlichen Job noch eine halbe Stunde an einem Manuskript schreiben möchte, kann diese Tätigkeit in sein Morgenritual einbinden. Dann fällt ihm diese Arbeit auf lange Sicht leichter, als wenn er sich jeden Tag auf’s Neue dazu entscheiden muss.

Gewohnheiten können also ein probates Mittel sein, der eigenen Sehnsucht jeden Tag ein Stück näher zu kommen. Dafür müssen Sie natürlich nicht alle Ihre Riten und Angewohnheiten ändern. Das wäre eine Überforderung und würde allein schon deshalb schief gehen.

Alte Gewohnheiten reflektieren

In einem ersten Schritt sollten Sie gar nichts anders machen, sondern sich selbst beobachten: Welche Angewohnheiten haben Sie? Wie sehen Ihre Rituale am Morgen und am Abend aus? Und wie am Wochenende? Was machen Sie genau? Fragen Sie sich auch, ob Sie mit Ihren Riten zufrieden sind. Fühlen Sie sich wohl, zwei Stunden am Abend Fernsehen zu schauen oder YouTube und Facebook zu „suchten“?

Wenn Sie Ihre Routinen identifiziert haben, können Sie überlegen, einzelne von ihnen gezielt zu verändern. Nehmen Sie sich bitte nicht vor, gleich mehrere Angewohnheiten abzuwandeln. Das klappt selten. Besser ist es, erst einmal an einem bestimmten Ritual zu arbeiten.

Nur ein Ritual verändern

Ich selbst habe bei der Umgestaltung von Ritualen immer wieder einen entscheidenden Fehler gemacht: Ich wollte zu viel verändern. Dann begriff ich, dass weniger mehr ist. Eine einzelne Handlung reicht. Ich habe zum Beispiel in mein Morgenritual implementiert, dass ich noch im Bett eine weiterbildende Lektüre lese. Diese kann zum Beispiel ein Ratgeber, aber auch eine Biografie sein, die mich inspiriert. So habe ich ganz nebenbei eine feste Weiterbildungszeit in meinen Alltag integriert!

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, um im normalen Alltag neue Gewohnheiten einzubinden. Aber gerade wenn Sie etwas Neues planen, bieten sich zwei Zeiten für diese Änderung an: Der Morgen und der Abend. Wie Sie so eine Umgestaltung organisieren, hängt natürlich davon ab, ob Sie Ihr Handeln in Ihre jetzige berufliche Tätigkeit integrieren können oder nicht. Doch in beiden Fällen sind die Eckpunkte des Tages eine gute Zeit für Neues. Denn so legen Sie mit der Handlung auch gleich den Zeitpunkt fest, zu dem Sie diese erledigen wollen. Und das ist enorm nützlich für die Implementierung einer Gewohnheit.

Änderungen genau planen

Gewohnheitsänderungen sollten Sie so genau wie möglich planen. Das Vorhaben, morgens „irgendetwas“ für das eigene Projekt zu machen, ist viel zu abstrakt. Nehmen Sie sich lieber eine ganz konkrete Tätigkeit in einem klar umrissenen Zeitrahmen vor: Zum Beispiel eine halbe Stunde an einem Manuskript schreiben oder 2000 Zeichen verfassen.

Zur Etablierung von Gewohnheiten gehört auch ein gewisses Controlling. Sie können zum Beispiel die neue Handlung auf Ihrer To-Do-Liste notieren. Haben Sie diese dann absolviert, sollten Sie diesen Punkt auf der Liste abhaken. Das wirkt wie eine kleine Belohnung!

Sich für die Anstrengungen belohnen

Wenn Sie Angewohnheiten ändern, ist das ein ziemlicher Kraftaufwand. Es ist auf jeden Fall anstrengend! Und deshalb sollten Sie sich dafür belohnen. Das Geschenk selbst muss dabei gar nicht groß sein: Eine Kaffeespezialität im Lieblingscafé oder ein Vollbad kann schon reichen!

Viele Menschen – ich gehöre übrigens auch dazu – sind leicht frustriert, wenn sich Änderungen im Alltag nicht schnell und problemlos integrieren lassen. Aber Rückfälle und Widerstände sind völlig normal! Es ist also keine Katastrophe, wenn Sie in den alten Trott verfallen. Aber Sie sollten immer wieder bereit sein, zu Ihrem Vorhaben zurückzukehren und neu zu beginnen!

Gewohnheitsänderungen brauchen ihre Zeit

Bedenken Sie, dass Sie sich an Änderungen im Alltag erst gewöhnen müssen! Planen Sie dafür reichlich Zeit ein. Es gibt Ratgeber, die eine Zeitspanne von zehn Tagen vorsehen, andere gehen von 30 und manche von 66 Tagen aus. Ich persönlich glaube, dass wir Menschen viel Zeit brauchen, bis ein neuer Ritus sitzt. Deshalb halte ich 66 Tage für realistisch. Vielleicht schaffen Sie die Etablierung neuer Rituale auch erst nach drei Monaten. Das ist völlig okay!

Es gibt ganz normale Hindernisse auf dem Weg zu Integration einer neuen Gewohnheit wie Demotivation oder schlichtes Vergessen. In diesen Situationen brauchen Sie Selbstdisziplin, und zwar nicht zu knapp! Aber es gibt auch Konstellationen, die wirklich unvorhersehbar sind. Hier hilft Ihnen alle Disziplin nichts, sie kann dann sogar kontraproduktiv sein. Wenn Sie zum Beispiel krank sind, sollten Sie sich von Ihrem Vorhaben mit gutem Gewissen dispensieren!

Reflektieren, warum es nicht klappt

So wichtig es ist, auch mal die „Zügel“ locker zu lassen, so notwendig ist Selbstdisziplin. Wer ständig „gute Gründe“ hat, warum er sein Vorhaben nicht umsetzt, sollte das kritisch hinterfragen. Reden Sie sich in solchen Situationen nicht damit heraus, dass das „böse Schicksal“ an Ihrer misslichen Lage schuld ist! In dieser Situation hilft Reflexion: Was hält Sie wirklich von der Umsetzung ab? Vielleicht ist die Aufgabenstellung zu ungenau. Vielleicht hat sich aber auch Ihre Motivationslage geändert. Seien Sie bitte ehrlich zu sich!

Wenn bei mir die Einübung neuer Riten nicht geklappt hat, hatte das meist sehr gute Gründe. Erfolg oder Misserfolg von Veränderungsversuchen waren nicht Produkte des Zufalls, sondern logische Konsequenzen. Meist war bei mir die Aufgabenstellung zu groß oder zu ungenau! Und das könnte auch bei Ihnen so sein! Deshalb bitte ich Sie, sich genau zu beobachten und daraus Schlüsse zu ziehen!  Dann können Sie nachjustieren! Eines sollten Sie aber auf keinen Fall tun: Kampflos aufgeben. Beginnen Sie lieber von vorn! Wenn Sie lange genug durchhalten, erreichen Sie auch die gewünschte Veränderung. Das ist meine vielfältige Erfahrung!

Fragen an Sie:

Ich freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben! Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Fragen stellen:

  • Haben Sie Gewohnheiten zum Erreichen von bestimmten Ziele schon einmal verändert?
  • Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
  • Welche Tipps würden Sie Anderen geben?
  • Gefällt Ihnen der Artikel? Ist er hilfreich? Dann würde ich mich über einen Like auf meiner Facebookseite freuen!

Bitte schreiben Sie auch einen Kommentar! Vielen Dank!

Meine Literaturempfehlung:

  • Anja Schreiber: Die Sehnsuchtsstrategie. Wie Sie durch berufliche Neuorientierung Erfüllung und Zufriedenheit finden, Berlin 2017, 2,99 Euro, Amazon-Shop.

Meine Linkempfehlungen:

(Artikel veröffentlicht Juli 2016)

(Copyright 2016 by Anja Schreiber)

Anja Schreiber
Anja Schreiber
Anja Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als freie Fachjournalistin zu den Themen Bildung, Studium und Beruf. Sie schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Zeitung, aber auch für Hochschulmagazine, Onlinemedien und eine wissenschaftliche Publikation. Außerdem bloggt sie regelmäßig.

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