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Mein E-Book: So promovieren Sie richtig!

Promovieren oder nicht promovieren? Das ist für viele Hochschulabsolventen die Frage. Dieses E-Book möchte bei der Entscheidungsfindung helfen. Es verschafft einen Überblick über das  „Lebensabschnittsprojekt Doktorarbeit“. Ob es um die Themensuche und Finanzierung oder um die Suche nach dem geeigneten Betreuer geht … die verschiedenen Aspekte des Themas werden kompakt behandelt. Interessierte finden zudem Hilfestellungen, wenn es um die Planung, den Schreibprozess, die mündliche Prüfung oder die Veröffentlichung der Doktorarbeit geht. Alle, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, finden genauso nützliche Informationen wie Doktoranden mit dem Berufsziel Wirtschaft und Verwaltung.

Anja Schreiber: So promovieren Sie richtig! Der Leitfaden zum Doktortitel, Berlin 2015, normaler Preis: 2,99 Euro,  Amazon-Shop: http://amzn.to/1Kmm2Vv

CoverNeu6

Die Autorin

Anja Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als freie Fachjournalistin zu den Themen Bildung, Studium und Beruf. Sie schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Zeitung, aber auch für Hochschulmagazine, Onlinemedien und eine wissenschaftliche Publikation. Außerdem bloggt sie regelmäßig.

Das Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Promovieren oder nicht promovieren?
Kapitel 2 – Promovieren … aus gutem Grund!
Kapitel 3 – Das sagen Andere
Kapitel 4 – Der Doktortitel als Karrierehelfer
Kapitel 5 – Die wissenschaftliche Karriere
Kapitel 6 – Ohne Zaster kein Doktor
Kapitel 7 – Chancen und Herausforderungen
Kapitel 8 – Die Suche nach Thema und Betreuer
Kapitel 9 – Realistisch planen
Kapitel 10 – Der Schreibprozess
Kapitel 11 – Nicht allein?!
Kapitel 12 – Rede und Antwort stehen
Kapitel 13 – Verlag, Netz & Co.: Publizieren heute
Kapitel 14 – Weitere Planung
Kapitel 15 – Aufgefordert zur Selbstreflexion: Ein paar Schlussgedanken
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Rechtliches und Impressum

Die Leseprobe

Kapitel 1: Promovieren oder nicht promovieren?

In den letzten Jahren ist die Zahl der erfolgreich abgeschlossenen Promotionen in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Doch für wen macht ein Doktortitel wirklich Sinn? Dieser Frage möchte ich in der vorliegenden Publikation nachgehen und Ihnen damit, liebe Leserin und lieber Leser, bei der Entscheidungsfindung helfen. Mein Hintergrundwissen als Fachjournalistin im Bereich Bildung und Beruf kann Ihnen dabei nützlich sein.Doch dieses E-Book ist mehr als eine Entscheidungshilfe: Es will Ihnen einen schnellen Überblick über das „Lebensabschnittsprojekt Doktorarbeit“ geben. Dabei berücksichtigt es verschiedene Aspekte wie Finanzierung, Themensuche und Suche nach dem geeigneten Betreuer. Auch die Planung und der Schreibprozess werden in eigenen Kapiteln behandelt … genauso wie die mündliche Prüfung und die Veröffentlichung. Es geht dabei um eine Gesamtschau. Deshalb befasse ich mich auch nicht mit einzelnen Schreibtechniken oder der Methodik wissenschaftlicher Arbeit. Darüber gibt es bereits genügend Literatur.

Ein so großes Projekt wie die Promotion verläuft in vielen Fällen nicht geradlinig und komplikationslos. Nicht jeder, der eine Arbeit beginnt, trägt nach einigen Jahren auch tatsächlich den Titel. Oft dauert das Projekt viel länger als ursprünglich geplant. Und auch sonst können auf den Doktoranden allerlei Untiefen warten. Dieses E-Book wird einige Herausforderungen beschreiben und mögliche Lösungsansätze aufzeigen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass es keine Patentrezepte gibt und viele Unwägbarkeiten bleiben.

Manch ein Promovierender will mit der Doktorarbeit seine Karriere in der Wissenschaft starten. Allerdings ist das oft ein steiniger Weg. Deshalb schildere ich den Einstieg in eine universitäre Laufbahn, gebe aber auch konkrete Tipps, wie Promovierende sich von Anfang an gezielt in die Scientific Community integrieren und an ihrer wissenschaftlichen Reputation arbeiten können. Hilfreich für Nachwuchswissenschaftler ist es, einen „Plan B“ im Kopf zu haben. Auch das wird thematisiert. Sie sehen, ich möchte Ihnen wirklich einen Rundumblick ermöglichen, ohne Sie aber mit einem überlangen Text zu langweilen. Schließlich wollen Sie promovieren … und nicht Experte übers Promovieren werden.

Deswegen ist das Buch so konzipiert, dass Sie jeweils nur jene Kapitel zu lesen brauchen, die gerade für Sie wichtig sind. Es ist also nicht notwendig, alles von vorne bis hinten durchzulesen. Damit jedes Kapitel in sich vollständig ist, waren in einigen Fällen Wiederholungen – also die Darstellung gleicher Sachverhalte in verschiedenen Kapiteln – nicht zu vermeiden.Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre, eine gute Entscheidungsfindung und eine erfolgreiche Promotion!

Anja Schreiber

PS: Liebe Leserinnen, lieber Leser! Da ich den Textfluss nicht unnötig unterbrechen möchte, werde ich von nun an immer die männliche Form gebrauchen. Frauen sind selbstverständlich immer mitgemeint!

Kapitel 2: Promovieren … aus gutem Grund!

Macht ein Doktortitel für mich wirklich Sinn? Das ist die Frage, die viele Hochschulabsolventen umtreibt. Und meist ist sie gar nicht so einfach zu beantworten. Denn eine Vielzahl von Aspekten sollten Sie bei dieser Entscheidung bedenken. Schließlich hat sie Auswirkungen auf Ihre Lebensplanung der nächsten Jahre!

Wer promovieren will, muss sich darüber klar sein, dass er in der Regel mehrere Jahre in dieses Projekt investieren muss. Das heißt aber auch, dass er eine starke Motivation braucht, um durchzuhalten. In dieser Zeit wird er wahrscheinlich häufig keine Fortschritte sehen oder vielleicht genau das Gegenteil erleben. Allein die Bestätigung und Anerkennung durch einen Doktorvater wird meist nicht ausreichen, um ihn auf Dauer zur Arbeit anzutreiben. Und ob Geld oder Status in ferner Zukunft jeden Promovierenden ausreichend motiviert, lässt sich ebenfalls bezweifeln.

Was Sie also brauchen, um erfolgreich zu promovieren, ist die sogenannte intrinsische Motivation, die etwas um ihrer selbst willen tut! Wer ständig Anerkennung von Anderen braucht, dessen Bestreben kann schneller erlahmen als bei demjenigen, der Feuer und Flamme für sein Thema ist. Ganz besonders wenig motiviert sind in der Regel diejenigen, die nur aus Verlegenheit promovieren.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie Sie erkennen können, ob Ihre intrinsische Motivation für eine Promotion ausreicht. Eine allgemeingültige Antwort darauf existiert natürlich nicht. Denn schließlich lässt sich Motivation nicht genau messen. Wohl aber gibt es ein paar Indizien. Wer bei seiner Bachelor- und Masterarbeit Spaß hatte, dem wird das Promovieren leichter fallen als demjenigen, der sich beim Verfassen dieser Arbeiten mit großen Schwierigkeiten herumschlagen musste. 

Wenn Sie also Ihre Abschlussarbeit als Quälerei empfunden haben, sollten Sie bedenken, dass ähnliche Gefühle auch bei der Dissertation auftreten können. Wenn sich ein Promotionswilliger bereits im Studium tiefer mit der Forschung auseinandergesetzt hat, könnte dies ein weiteres Indiz für eine vorhandene intrinsische Motivation sein. Haben Sie bisher darum einen großen Bogen gemacht, sollten Sie das bei der Entscheidung für oder gegen eine Doktorarbeit berücksichtigen. Denn Promotion ist Forschung!

Auch andere Eigenschaften entscheiden über den Verlauf und Erfolg des Projekts: So sollten Doktoranden mit den wissenschaftlichen Methoden des Faches hervorragend umgehen können. Auch die Fähigkeit, wissenschaftliche Arbeiten selbstständig zu planen und durchzuführen, ist eminent wichtig. Prüfen Sie kritisch, ob Sie diese Fähigkeiten mitbringen!

Neben der Motivation und den eigenen Kompetenzen gibt es noch eine ganze Reihe anderer Aspekte, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Promotion eine Rolle spielen sollten. Da ist zum Beispiel der Wert des Doktorhutes für die eigene berufliche Laufbahn. An manchen Fakultäten ist der Erwerb des Titels üblich, an anderen promoviert nur eine kleine Minderheit. In Fächern wie etwa der Medizin oder Chemie ist eine Promotion ratsam und wird oft sogar vorausgesetzt. Für alle jedoch, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist die Promotion die Eintrittskarte in den Wissenschaftsbetrieb. Außerhalb von Forschung und Lehre wird der Doktorgrad ebenfalls gern gesehen, zum Beispiel bei Führungskräften in Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Gerade in Kultureinrichtungen ist eine Promotion – auch jenseits der Leitungsebene – gefragt, zum Beispiel in Wissenschaftsverlagen und  Museen. 

Auch für Selbständige wie etwa Berater, Rechtsanwälte und Ingenieure kann der Doktor-Titel einen Nutzen bringen. Denn die zwei Buchstaben vor dem Namen stehen für Kompetenz. Deshalb bringen sie oft einen Wettbewerbsvorteil mit sich.Doch so wohlklingend sich der Titel anhört: Nicht in jedem Fall ist er ein Trumpf in der Hand. Wer zum Beispiel keine höhere Position anstrebt, erscheint eher überqualifiziert und muss im Zweifelsfall sogar Nachteile in Kauf nehmen. Denn in der Regel werden ihm Kollegen und Vorgesetzte ehrgeizige Ambitionen unterstellen. Will jemand nach seiner Promotion in die Wirtschaft gehen, sollte er sich klar sein, dass eine Promotion den eigentlichen Berufseinstieg verzögert. Das ist ein gewichtiges Gegenargument! Andererseits kann ein praxisbezogenes Dissertationsthema wiederum von Vorteil sein. Es sollte dann aber in jener Branche angesiedelt sein, in die der Doktorand später einsteigen will.

Wie schon beschrieben ist eine Doktorarbeit immer dann problematisch, wenn sie eigentlich nur ein Lückenfüller ist, weil ein Hochschulabsolvent zum Beispiel lieber an der Uni bleiben will, anstatt den Sprung in den Beruf zu wagen. Eine klare Zielstellung hilft dagegen, Schwierigkeiten zu überwinden. Deshalb sollten Sie sich unbedingt fragen, was Sie mit der Promotion erreichen wollen. Streben Sie eine wissenschaftliche Karriere an? Wollen Sie mit dem Titel Ihren Marktwert steigern? Oder haben Sie ein tiefgehendes Interesse an einem wissenschaftlichen Thema? 

Der Wunsch zu promovieren steht und fällt häufig mit der Finanzierung. Die Promotion ist damit also nicht nur eine Frage der Motivation, sondern auch der Moneten. Und die hängt wieder mit den bisher erbrachten Studienleistungen zusammen. Denn egal, welche der Finanzierungsmöglichkeiten der Hochschulabsolvent anstrebt, ob über eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter, als Stipendiat oder im Rahmen eines Graduiertenprogramms: Die Noten entscheiden darüber, ob er Zugang zu einer dieser Finanzierungsquellen bekommt.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit, neben der Berufstätigkeit zu promovieren. Doch dieser Weg birgt das besonders hohe Risiko, dass dem Doktoranden auf Dauer die Doppelbelastung zu viel wird und er das Vorhaben abbricht.

Eine weitere wichtige Rolle bei der Entscheidung spielt das Privatleben. Wenn der Partner nicht hinter dem Projekt steht, wird es schwierig. Wer sich noch dazu schon in der Familienphase befindet, muss abwägen, welchen Stellenwert das Projekt hat und wie sich die verschiedenen Aspekte des Lebens wie Doktorarbeit, Familie und Finanzierung miteinander vereinbaren lassen.

So wichtig alle diese Aspekte sind: Selbst wenn alles stimmt, ist das noch keine Garantie für eine gelungene Dissertation. Auch Menschen, bei denen alle Rahmenbedingungen perfekt sind, können die Arbeit abbrechen. Andere schaffen es – und sogar mit großem Erfolg -, obwohl bei ihnen viele Argumente dagegen sprachen. Berücksichtigen Sie also bei Ihrer Entscheidung die verschiedenen Gesichtspunkte, aber bleiben Sie dabei nicht stehen. Schauen sie auch auf Ihre Lebenserfahrung, wie Sie bisher mit widrigen Umständen umgegangen sind und ob und wie Sie diese gelöst haben. Daraus können Sie Schlüsse ziehen, wie Sie mit der künftigen Herausforderung voraussichtlich umgehen werden.Bedenken Sie bei der Entscheidung auch, dass sich in Ihrer Umgebung nicht unbedingt Menschen finden, die in dieser Frage gute Ratgeber sind. Vielleicht haben manche von ihnen auch eigene Interessen, Sie in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Und selbst wenn Sie in der glücklichen Lage sind, gute Ratgeber an Ihrer Seite zu haben: Die Entscheidung für oder gegen eine Promotion müssen Sie selber treffen!

Deshalb ist es nicht nur Ihre Aufgabe, die verschiedenen Argumente gegeneinander abzuwägen, sondern auch Ihrer inneren Stimme zu folgen und auf Ihr „Bauchgefühl“ zu hören. Denn oft wissen die Promotionswilligen genau, was für sie das Richtige ist, ohne dass es ihnen schon bewusst ist.Allerdings entwickelt nicht jeder ein klares Gefühl dafür, welcher berufliche Weg zu ihm passt. Auch – und gerade – in diesem Fall lohnt sich die ehrliche Beantwortung folgender Fragen: 

  • Bei welchen Arbeiten fühle ich mich wohl oder komme ich in den „Flow“?
  • Was war schon immer mein Traumberuf? Was beflügelt mich?
  • Warum will ich promovieren? Reicht dieser Grund als Motivation auch in schwierigen Zeiten?
  • Wie finanziere ich meine Doktorarbeit?
  • Wie viel Zeit will und kann ich in die Arbeit investieren?
  • Passt das Dissertationsvorhaben in meine Lebensplanung?
  • Ist die Promotion für meinen beruflichen Werdegang wichtig?

Es ist sinnvoll, diese Fragen im Gespräch mit dem Partner, der Familie, mit Freunden und Studienkollegen zu diskutieren. Wenden Sie sich aber auch an die professionellen Berater der Hochschulen! Manche Hochschulen haben dafür Beratungsstellen eingerichtet, die sich auf Promovierende spezialisiert haben. Es lohnt sich für Sie, frühzeitig herauszufinden, inwieweit die Hochschule, an der Sie promovieren (wollen), Doktoranden berät und unterstützt. Diese Einrichtungen können zum Beispiel  „Nachwuchsbüro“ oder „Promotionsbüro“ heißen. Ein Blick ins Internet hilft weiter. Denn oft informieren die Beratungseinrichtungen dort ausführlich über die verschiedensten Aspekte rund um das Thema Doktorarbeit.Gleichen Sie die Erkenntnisse aus den verschiedenen Gesprächen mit Ihren eigenen Überlegungen ab. Entscheiden Sie dabei, wie wichtig Ihnen diese Ratschläge sind. Was sagt Ihr „Bauchgefühl“? 

Und noch ein Tipp:

Besorgen Sie sich frühzeitig die Promotionsordnung der Fakultät oder des Fachbereiches, an dem Sie promovieren wollen. Lesen Sie diese Ordnung möglichst früh durch. Denn es ist quasi die „Spielregel“, auf die Sie sich einstellen müssen. Nehmen Sie sie immer mal wieder zur Hand. Das bewahrt Sie vor bösen Überraschungen und hilft Ihnen bei der Planung Ihrer Promotionsphase! 

Das Feedback

Wenn Sie dieses E-Book durchgelesen haben, würde mich noch interessieren, ob es Ihnen gefallen hat und ob Sie die Informationen hilfreich fanden. Wenn das der Fall ist, würde ich mich natürlich über eine positive Bewertung oder eine Rezension bei Amazon sehr freuen! Schließlich habe ich dieses E-Book für Sie geschrieben. Deshalb ist mir auch Ihre Meinung wichtig. Vielen Dank dafür schon im Voraus! Mich interessiert natürlich nicht nur positives Feedback, sondern auch konstruktive Kritik. Lassen Sie mich wissen, was ich an diesem Ratgeber noch verbessern kann oder welche Themen ich ggf. in weiteren Ratgebern aufgreifen könnte. Sie können mich direkt per Mail anschreiben: 

dialog@anjaschreiber.de

Ich freue mich auf den Kontakt zu Ihnen. 

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