Home » Knigge » Tipps für Muffel: So überstehen Sie die Weihnachtsfeier gut!

Die Adventszeit … die Saison der Weihnachtsfeiern. Für manche Beschäftigte ein Grund, den bevorstehenden Wochen mit Magengrummeln entgegenzusehen. Denn nicht jeder ist ein Smalltalk-King oder eine Party-Königin. Manch einer mutiert eher zum Weihnachtsfeier-Muffel. Einfach zu Hause zu bleiben ist aber keine Lösung des Problems.

Tipps für die Weihnachtsfeier.

Tipps für die Weihnachtsfeier.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Auszubildende, Berufseinsteiger und Berufserfahrene.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Warum Sie Weihnachtsfeiern besuchen sollten.
  • Was Sie auf einer Weihnachtsfeier unterlassen sollten. 
  • Wie Sie sich angemessen verhalten.
  • Tipps auf einen Blick.
  • Linkempfehlungen.

Warum Sie Weihnachtsfeiern besuchen sollten

„Bei betrieblichen Weihnachtsfeiern kann sich kein Beschäftigter ganz heraushalten“, betont Bettina von Oertzen, Benimm-Trainerin aus Frankfurt am Main. „Solche Feste gehören in einer Gemeinschaft dazu. Wer schwänzt, wird es bei den Kollegen umso schwerer haben.“ Deshalb rät sie dringend, in den sauren Apfel zu beißen und hinzugehen. Denn sonst wird der Weihnachtsfeier-Hasser schnell zum Außenseiter. „Es fehlen dann die gemeinsamen Themen mit denen, die bei dem Fest dabei waren. In so einem Fall machen die Anderen schnell zu und schließen den Feiermuffel aus.“

Dr. Thorsten Knobbe, Karriere-Coach und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Leaderspoint aus dem Rheinland, betont: „Sie können nur verlieren, wenn Sie sich selbst ausgrenzen. Schließlich ist jede Feier auch eine wichtige Kontaktbörse und ein Netzwerktreffen.“ Gerade für jene, die im Unternehmen Karriere machen wollen, hält Knobbe diesen Termin für ein absolutes Muss: „Je weiter Sie aufsteigen wollen und je kleiner der Betrieb ist, desto wichtiger ist Ihre Teilnahme.“

Keine schlechte Laune mitbringen

Die einzige Lösung lautet also: Sich nicht entziehen, sondern hingehen! Wer das allerdings mit schlechter Laune und genervtem Gesichtsausdruck tut, wird ebenfalls nicht gut ankommen. „Wenn Sie alle anderen Festgäste für Dummköpfe halten, strahlen Sie das auch aus“, warnt von Oertzen. Stattdessen kann sich der Mitarbeiter selbst motivieren, indem er sich ganz bewusst auf die netten Kollegen freut oder der Weihnachtfeier einen Sinn gibt. Schließlich soll das Fest das Betriebsklima verbessern.

Suchen Sie sich doch eine bestimmte Aufgabe. Zum Beispiel könnten Sie sich um die Auszubildenden oder um einen Ausländer mit Verständigungsschwierigkeiten kümmern.“ Unangebracht ist es natürlich, dem Servicepersonal unter die Arme greifen zu wollen. Haben Sie eine Aufgabe gefunden, wird es Ihnen auch viel leichter fallen, einen Sinn in der Weihnachtsfeier zu sehen.

Nicht den Frust im Alkohol ertränken

Eines aber sollten Arbeitnehmer vermeiden: Ihren Frust über die Weihnachtsfeier im Alkohol zu ertränken. Denn das hat in aller Regel beträchtliche Nebenwirkungen: „Unter starkem Alkoholeinfluss kann man alle Hemmungen verlieren und so vielleicht einen Kollegen beschimpfen oder im Extremfall eine Mitarbeiterin sexuell belästigen“, betont Knobbe. „Die Gefahr des Gesichtsverlustes ist sehr groß … und sie wird im Laufe des Abends mit steigendem Pegel immer größer.“

Auch jenseits des Alkoholkonsums gilt, dass sich kein Arbeitnehmer zu sehr gehen lassen sollte. Deshalb ist eine Weihnachtsfeier garantiert der falsche Ort, um seinen Unmut über Andere auszudrücken oder Konfliktgespräche zu führen. Auch die Weiterführung des letzten Meetings sollte unterbleiben. Weitere Tabuthemen sind Religion, Politik und Gesundheit. Über andere Kollegen zu lästern sollten Arbeitnehmer ebenfalls unbedingt vermeiden.

Ein passendes Smalltalk-Thema finden

„Bei einer gut organisierten Weihnachtsfeier ist es auch gar nicht so schwer, ein geeignetes Thema zu finden. Schließlich bietet das Programm, das Essen oder die Dekoration genug Gelegenheit für Gespräche“, so Knobbe.

Von Oertzen rät gerade Weihnachtsmuffeln zur Vorsicht beim Gespräch, denn wer jetzt seinen Kollegen verklickert, dass er Weihnachtsfeiern doof findet, dass das Essen schlecht und die Stimmung miserabel ist, macht sich unbeliebt. „Finden Sie lieber neutrale Themen wie die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest oder Anregungen für Geschenke.“ Vielleicht kommen die Kollegen aus verschiedenen Herkunftsländern, dann ist die Frage interessant, welche Weihnachtstraditionen es dort gibt.

Nicht auffällig früh gehen

Zwar müssen Weihnachtsfeiermuffel nicht bis zum Schluss bleiben, sie sollten aber auch nicht auffällig früh das Fest verlassen. Von Oertzen rät zum Augenmaß: „Am besten warten Sie, bis ein oder zwei Leute gegangen sind, dann können auch Sie getrost die Feier verlassen.“

Natürlich ist kein Mitarbeiter verpflichtet, sich an all diese Regeln zu halten. Doch von Oertzen gibt zu bedenken: „Nach der Weihnachtsfeier sehen Sie Ihre Kollegen auf jeden Fall wieder und das viele Stunden am Tag. Die Beziehung zu ihnen ist also sehr wichtig. Sie sollten dieses Verhältnis nicht durch ein Fehlverhalten bei der Weihnachtsfeier gefährden.“

Tipps für Weihnachtsfeier-Muffel:

  • Einfach nicht zur Weihnachtsfeier gehen, ist keine Lösung.
  • Bitte keine schlechte Laune mitbringen, sondern sich lieber auf nette Kollegen freuen.
  • Den Frust nicht im Alkohol ertränken.
  • Sich eine Aufgabe suchen.
  • Nicht über Negatives reden, auch nicht über die misslungene Feier.
  • Nicht auffällig früh gehen.

Fragen an Sie:

Ich freue mich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben! Jetzt möchte ich Ihnen ein paar Fragen stellen:

  • Sind Sie ein Weihnachtsfeier-Muffel?
  • Mit welchen Tricks überstehen Sie Weihnachtsfeiern?
  • Welche Tipps würden Sie Anderen geben?
  • Gefällt Ihnen der Artikel?
  • Ist er hilfreich?

Bitte schreiben Sie es in die Kommentare! Vielen Dank!

Meine Linkempfehlungen:

(Hauptartikel veröffentlicht in der Berliner Zeitung, November 2013)
(Copyright 2013 by Anja Schreiber)

  • Anja Schreiber
    Article By :
    Anja Schreiber arbeitet seit vielen Jahren als freie Fachjournalistin zu den Themen Bildung, Studium und Beruf. Sie schreibt unter anderem für die Berliner Zeitung, Stuttgarter Zeitung und Süddeutsche Zeitung, aber auch für Hochschulmagazine, Onlinemedien und eine wissenschaftliche Publikation. Außerdem bloggt sie regelmäßig.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*