Brückentage optimal nutzen: Aus vier mach neun

Sind Sie auch schon in Feierlaune, wenn Sie an die viele freie Tage am Ende des Jahres denken? Schließlich fällt das Weihnachtsfest in diesem Jahr nicht auf ein Wochenende! Doch auch auf 2013 können Sie sich als Brückentagsbastler freuen. Denn im kommenden Jahr fallen alle bundesweiten Feiertage auf einen Wochentag. Wer also früh Urlaub beantragt, kann länger Ferien machen.

Wie Sie Feiertage für Ihre Urlaubsplanung optimal nutzen.
Wie Sie Feiertage für Ihre Urlaubsplanung optimal nutzen.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Auszubildende, Berufseinsteiger und Berufserfahrene.

Gleich Anfang des Jahres geht es schon gut los: Der Neujahrstag ist ein Dienstag. Wer an Silvester Urlaub nimmt hat also vier freie Tage. Für alle, die noch drei weitere Urlaubstage opfern, verlängert sich die freie Zeit auf neun Tage. Die Tatsache, dass der 6. Januar ein Sonntag ist, wird dabei weder in Berlin noch in Hessen oder dem Rheinland zu Verstimmungen führen, da der Dreikönigstag nur in Bayern, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg ein gesetzlicher Feiertag ist.

Ostern: Immer ein guter Grund zu feiern

Den nächsten Grund zu Freude bietet allen Brückentagsbastlern wieder das Osterfest, das 2013 auf den 31. März und 1. April fällt. Ganz ohne Urlaubstage kommen Arbeitnehmer auf vier freie Tage: von Karfreitag, dem 29. März bis Ostermontag, den 1. April. Aber es lässt sich noch mehr Freizeit herausholen: Wer zum Beispiel vom 23. März bis zum 7. April frei haben will, muss nur acht Urlaubstage investieren, um so auf stattliche 16 freie Tage zu kommen!

Besonders ergiebig ist im neuen Jahr der Monat Mai, ein wahrer Wonnemonat für alle Arbeitnehmer. Wie jedes Jahr fängt er mit dem Tag der Arbeit an, der 2013 auf einen Mittwoch fällt. Arbeitnehmer können sich über ein sehr langes Wochenende freuen, wenn sie am Donnerstag und Freitag nach dem Maifeiertag Urlaub nehmen. Sie kommen damit nämlich auf fünf Ferientage.

Christi Himmelfahrt und Pfingsten

Auch Christi Himmelfahrt am 9. Mai lädt wieder dazu ein, aus einem Feiertag mehrere Urlaubstage zu machen. Schließlich fällt das christliche Fest traditionell immer auf einen Donnerstag. Wer sich also für den Tag danach, dem 10. Mai, frei nimmt, muss vier Tage lang nicht arbeiten. Wem das nicht genug ist, der kann auch noch vom Montag bis Mittwoch Urlaub nehmen. So kommt er dann auf neun freie Tage.

Und das war es noch lange nicht für den Mai: Denn am 19. und 20. des Monats ist Pfingsten. Deshalb können Brückentagsbastler mit nur vier Urlaubstagen auf insgesamt neun Ferientage kommen, nämlich vom 18. bis zum 26. Mai.

Und noch ein Feiertag fällt in den Wonnemonat: Fronleichnam am 30. Mai. Allerdings ist das nur für Arbeitnehmer aus Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und einigen Gemeinden Thüringens relevant. Die Berliner gehen dagegen wieder einmal leer aus. Da das katholische Fest Fronleichnam immer auf einen Donnerstag fällt, können sowohl Frankfurter als auch Kölner mit einem Urlaubstag am Freitag vier freie Tage herausschlagen.

In den Sommermonaten sieht es dann mau aus. Nur im Saarland und dem katholischen Teil Bayerns gibt es am 15. August noch einmal Grund zum Feiern: Das Fest Mariä Himmelfahrt, das diesmal an einem Donnerstag begangen wird. Immerhin bringt es bei dem Einsatz von einen Urlaubstag vier arbeitsfreie Tage.

Freie Tage im Herbst

Die nächste Möglichkeit auf mehr Freizeit bietet erst wieder der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Auch er fällt diesmal strategisch günstig auf einen Donnerstag. Mit nur einem Urlaubstag lässt sich also wieder ein viertägiges Wochenende organisieren. Das Gleiche gilt für den Reformationstag am 31. Oktober. Mit Hilfe dieses Feiertages können dann Arbeitnehmer aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein Vier-Tage-Wochenende genießen, wenn sie einen Urlaubstag investieren.

Einen Tag später ist Allerheiligen: Und das bedeutet für alle Beschäftigten aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und dem Saarland ebenfalls ein verlängertes Wochenende … diesmal ganz ohne den Einsatz eines kostbaren Urlaubstages.

Alle Jahre wieder: Weihnachten

Und noch ein Blick auf das Weihnachtsfest 2013: Wer sich zwischen dem 21. und 29. Dezember über neun freie Tage freuen will, braucht lediglich drei Urlaubstage zu beantragen. Wem das noch nicht reicht, der könnte zum Beispiel in seine Brückentagsbastelei auch den Neujahrstag sowie den 2. und 3. Januar einbeziehen. Mit sieben Urlaubstagen kommen Arbeitnehmer so auf insgesamt 16 Ferientage. Eine wahrhaft schöne Bescherung!

(Veröffentlicht bei Frankfurter Rundschau, Dezember 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Weihnachtsgeld: So gehen Sie nicht leer aus!

Am Ende des Jahres wartet auf viele eine schöne Bescherung: Das Weihnachtsgeld. Laut einer aktuellen Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung erhalten 55 Prozent der Beschäftigten Weihnachtsgeld. Doch was können Arbeitnehmer tun, wenn sie dieses Jahr leer ausgehen?

Damit sie beim Weihnachtsgeld nicht leer ausgehen.
Damit sie beim Weihnachtsgeld nicht leer ausgehen.

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  • Berufseinsteiger und Berufserfahrene.

„In jedem Fall sollten Sie von der Gewerkschaft oder von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen, ob dies wirklich rechtmäßig ist“, empfiehlt Nina Wesemann aus Berlin, Fachanwältin für Arbeitsrecht in der Anwaltskanzlei Hensche. Grundsätzlich regelt entweder der Arbeits- oder der Tarifvertrag oder auch eine Betriebsvereinbarung die näheren Modalitäten dieser Sonderzahlung. Manche Arbeitgeber zahlen diese Gratifikation aber auch ohne schriftliche Fixierung. Ist das so mindestens drei Jahre hintereinander passiert, spricht das Arbeitsrecht von einer „betrieblichen Übung“. In diesem Fall hat der Arbeitnehmer dann genauso einen Anspruch auf das Geld wie bei einer vertraglichen Vereinbarung.

Vom Rechtsanwalt prüfen lassen

Nur unter ganz bestimmten Umständen kann ein regelmäßig gezahltes Weihnachtsgeld plötzlich vom Arbeitgeber einbehalten werden, zum Beispiel wenn das ein sogenannter Sanierungstarifvertrag vorsieht. „Auch wenn in Arbeitsverträgen ein Freiwilligkeits- oder Widerrufsvorbehalt steht, kann es rechtens sein, dass der Arbeitnehmer auf einmal keine Weihnachtsgratifikation erhält“, erklärt Wesemann. Allerdings müssen diese Klauseln klar und verständlich sein, damit sie wirksam sind. Ihr Tipp: „Lassen Sie solche Klauseln von einem Rechtsanwalt prüfen. Denn es kann durchaus vorkommen, dass Ihnen trotz solcher Klauseln Weihnachtsgeld zusteht.“

Auch wenn das Weihnachtgeld als „betriebliche Übung“ gezahlt wird, kann der Arbeitgeber unter bestimmten Umständen davon abweichen, zum Beispiel wenn die Mitarbeiter dem zustimmen oder der Arbeitgeber eine Änderungskündigung ausspricht, berichtet Wesemann. Eine Änderungskündigung ist eine ganz normale Kündigung … mit dem einzigen Unterschied, dass dem Arbeitnehmer ein neuer Arbeitsvertrag unter anderen Bedingungen angeboten wird. „So eine Änderungskündigung sollten Sie immer rechtlich prüfen lassen“, empfiehlt Wesemann, „da sonst die Gefahr besteht, dass das Arbeitsverhältnis auf Grund der Kündigung beendet wird.“

Ansprüche geltend machen

Meist wird das Weihnachtsgeld Ende des Monats mit dem Novembergehalt ausgezahlt. Wer dann erkennen muss, dass er leer ausgegangen ist, sollte nicht lange zögern: „In vielen Arbeits- und Tarifverträgen und gelegentlich auch in Betriebsvereinbarungen gibt es sogenannte Ausschluss- und Verfallsfristen. Innerhalb dieser Fristen müssen Sie Ihre Ansprüche geltend machen, sonst verfallen sie“, betont Wesemann. Übrigens reicht es nicht, seinen Chef mündlich um die Auszahlung des Weihnachtsgeldes zu bitten. Der Anspruch muss schriftlich formuliert und gegebenfalls sogar eingeklagt werden. Finden sich weder im Tarifvertrag noch im Arbeitsvertrag oder in der Betriebsvereinbarung Fristen, verjähren alle Ansprüche allerspätestens nach drei Jahren.

„Besonders sinnvoll ist es, wenn viele Mitarbeiter ihre Ansprüche auf Weihnachtsgeld gleichzeitig geltend machen“, empfiehlt Wesemann. So verringert sich auch das Risiko, dass ein einzelner Beschäftigter den Unmut seines Arbeitgebers auf sich zieht. „Grundsätzlich darf natürlich kein Arbeitgeber jemanden abmahnen oder kündigen, weil dieser auf seinen Weihnachtsgeld-Anspruch besteht.“ Allerdings kennt Wesemann Fälle, bei denen Arbeitnehmer subjektiv das Gefühl hatten, nach Inanspruchnahme ihrer Rechte vom Arbeitgeber abgemahnt oder gekündigt worden zu sein. Beweisen lässt sich ein Zusammenhang mit der Weihnachtsgeld-Forderung aber in der Regel nicht. Wesemann: „Wenn Sie einen Anspruch auf Weihnachtsgeld haben, sollten Sie diesen auch durchsetzen und nicht darauf verzichten!“

(Veröffentlicht bei GMX, November 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Berufsstrategie: In sieben Schritten zur Traumkarriere

Fällt es Ihnen immer schwerer, jeden Morgen zu Arbeit zu gehen? Haben Sie das Gefühl, Ihr volles Potential noch nicht ausgeschöpft zu haben? Dann ist es für Sie an der Zeit, etwas zu ändern. Talane Miedaner, amerikanische Autorin und Life Coach, zeigt in ihrem neuen Buch “ Coach dich selbst zu einer neuen Karriere“, wie Sie in sieben Schritten zu neuem beruflichen Erfolg gelangen.

Wie Sie in sieben Schritten zu beruflichen Erfolg gelangen.
Wie Sie in sieben Schritten zu beruflichen Erfolg gelangen.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Berufseinsteiger, Berufserfahrene und Neustarter.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie Sie Probleme im Job angehen können.
  • Wie Sie Ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten erkennen.
  • Wie Sie bei der beruflichen Neuausrichtung vorgehen sollten.
  • Tipps auf einen Blick.
  • Linkempfehlungen.
  • Literaturempfehlung.

Erster Schritt: Perfektionieren Sie Ihr jetziges Leben

Im ersten Schritt empfiehlt Talane Miedaner, die Fenster zu putzen … sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. „Denn wenn die Fensterscheiben schmutzig sind, kann man seine Vision vom Leben nicht erkennen. Kratzen Sie also den Dreck ab, dann werden Sie gleich viel klarer sehen“, betont Miedaner. Ihr Tipp: Gehen Sie jene Problembereiche in Ihrem Leben an, die unter Ihrer Kontrolle stehen … zum Beispiel die Unordnung zu Hause oder im Büro.

Zweiter Schritt: Lernen Sie Ihre persönlichen Bedürfnisse kennen

Solange Berufstätige ihre privaten und beruflichen Bedürfnisse nicht kennen, können sie diesen auch nicht folgen. So schlagen sie vielleicht einen falschen Karriereweg ein. Deshalb rät die amerikanische Autorin, sich über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden. Haben Sie zum Beispiel das Bedürfnis nach Akzeptanz und Wertschätzung oder nach Macht und Kontrolle? Oder geht es Ihnen um Freiheit und Verantwortung?

Dritter Schritt: Wie würde Ihr ideales Leben aussehen?

Nachdem Berufstätige ihre eigenen Bedürfnisse kennengelernt haben, empfiehlt der amerikanische Coach, sich mit seinen Träumen und Zielen zu beschäftigen. Wie sind Ihre Vorstellungen vom idealen Leben? Wie könnte Ihre Traumkarriere aussehen? Um diesen Idealen auf die Spur zu kommen, sollten sich Berufstätige zum Beispiel verschiedene Fragen stellen: Wie sieht für mich ein idealer Tag aus? Wie würde ich einen idealen Arbeitsplatz beschreiben?

Vierter Schritt: Werden Sie sich über Ihre Fähigkeiten und Talente klar

Im nächsten Schritt geht es für Sie darum, Ihre Begabungen, Stärken und Fähigkeiten zu erkennen. Deshalb Miedaners Tipp: Interviewen Sie Freunde, Angehörige und Kollegen. Fragen Sie diese zum Beispiel: Was hältst Du für meine größte Stärke? Wo liegt meine größte Schwäche? Auch sich selbst sollten Sie Fragen beantworten, zum Beispiel: Für welche Fähigkeiten bekomme ich öfter Lob? Wann bitten mich Menschen um Hilfe oder um einen Gefallen?

Fünfter Schritt: Erkennen Sie Ihre Werte und Leidenschaften

Miedaner empfiehlt auch, die eigenen Interessen, Werte und Leidenschaften unter die Lupe zu nehmen: „Denn wenn Sie etwas machen, das Sie begeistert, sind Sie von Natur aus motiviert und brauchen nicht mehr die künstlichen Stimulanzien, mit denen Sie Ihren Arbeitstag bisher mühsam überstanden haben.“

Sechster Schritt: Erstellen Sie Ihr Karriereprofil und Ihren Lebensplan

Wer diese Schritte gegangen ist, kann nun das Puzzle mit all den Erkenntnissen zusammensetzen, die er sich bisher erarbeitet hat. Eine Erkenntnis ist dabei wichtig: An welchem Punkt in Ihrem Leben stehen Sie momentan? Entwerfen Sie dann eine Art Lebensplan und erstellen Sie auf dieser Basis ein Karriereprofil, das zum jetzigen Ausgangspunkt passt. „Denn die Stufe, auf der Sie sich in Ihrem Leben momentan befinden, ist das letzte Puzzleteil, das Einfluss darauf hat, welche Karriere für Sie im Augenblick am besten geeignet ist.“

Siebter Schritt: So schaffen Sie den nahtlosen Übergang

Auf wen nicht eine hübsche Abfindungssumme wartet, der wird sich überlegen müssen, wie er den Übergang vom aktuellen Job zu seiner Traumkarriere gestalten kann. Auch hier hat Miedaner ein paar Tipps parat: Schalten Sie zum Beispiel die wichtigsten Zeitfresser aus oder versuchen Sie, zeitraubende Aufgaben zu delegieren. Miedaner: „Sie müssen sich weitestgehend von alltäglichen Banalitäten befreien, um Zeit für die Jobsuche, eine Umschulung oder die Gründung eines eigenen Unternehmens zu gewinnen.“

Tipps für Sie:

  • Entdecken Sie Ihren Lebenstraum.
  • Lernen Sie Ihre persönlichen Bedürfnisse kennen.
  • Erkennen Sie Ihre Fähigkeiten und Talente, aber auch Ihre Werte und Leidenschaften.
  • Erstellen Sie ein Karriereprofil und einen Lebensplan, die zu Ihnen passen.
  • Legen Sie genaue Schritte fest, die Sie zu Ihrem Ziel führt.

Fragen an Sie:

  • Wollen Sie neu anfangen?
  • Suchen Sie nach einer neuen beruflichen Herausforderung?
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit einem Neustart gemacht?
  • Was hat Ihnen geholfen?
  • Was hat Sie gebremst?
  • Was würden Sie Anderen raten?
  • Gefällt Ihnen der Artikel?
  • Ist er hilfreich?

Meine Linkempfehlungen:

Meine Lektüreempfehlung:

  • Talane Miedaner: Coach dich selbst zu einer neuen Karriere. In 7 Schritten zum beruflichen Erfolg, Redline Verlag, München 2012, 16,99 Euro, ISBN: 978-3-86881-348-7

( Hauptartikel veröffentlicht bei GMX, Oktober 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Work-Life-Balance: Urlaub vorbei, Erholung weg? Das muss nicht sein!

Der Urlaub ist erst einige Tage her, doch schon ist die Erholung wie weggeblasen … so geht es vielen Berufstätigen. Denn gerade am Ende der Ferienzeit stapelt sich im Job die Arbeit: Email-Postfächer und Eingangskörbe sind übervoll und auch das Telefon steht einfach nicht still. Doch mit ein paar Tipps der Berliner Work-Life-Balance-Trainerin Hannelore Fritz lässt sich die Urlaubserholung länger bewahren.

Wie Sie Ihre Urlaubserholung länger bewahren.
Wie Sie Ihre Urlaubserholung länger bewahren.

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  • Auszubildende, Berufseinsteiger und Berufserfahrene.

Einen Anker setzen

Viele erleben im Urlaub unvergessliche Tage, ferne Länder, Naturschauspiele und Exotik. Damit diese schönen Erlebnisse im Berufsalltag nicht allzu schnell wieder verblassen, empfiehlt Fritz, eine Art „Anker“ zu setzen: „Nehmen Sie aus dem Urlaub ein kleines Erinnerungsstück mit und platzieren sie es an Ihrem Arbeitsplatz. Wenn Sie dann mit Ihren Blicken den Gegenstand streifen, können Sie an all das Schöne denken, das Sie erlebt haben.“

Eine kurze Auszeit nehmen

Auch wer kein Souvenir dabei hat, sollte ganz bewusst immer wieder eine kleine Auszeit nehmen und seine Gedanken schweifen lassen. „Lassen sie vor Ihrem inneren Auge jene Bilder an sich vorbeiziehen, die Sie als besonders schön empfunden haben“, empfiehlt Fritz. „Dadurch werden positive Hormone ausgeschüttet und Sie können mit neuer Energie wieder an Ihre Arbeit gehen.“

Distanz wahren

Die Urlaubszeit bietet die Möglichkeit, auf Distanz zum Alltag zu gehen und die beruflichen Sorgen einmal von einer anderen Seite zu betrachten. Und genau diese gewonnene Distanz kann im Alltag helfen, Probleme zu lösen oder Konflikte zu klären. Deshalb rät Fritz: „Lassen Sie den Berufsstress nach Ende des Urlaubs nicht sofort an sich herankommen! Bewahren Sie sich ein Stück weit Ihren distanzierten Blick und nehmen Sie nicht alles sofort wieder tierisch ernst.“

Prioritäten setzen

Nach dem Urlaub sind gerade die ersten Stunden im Job wichtig, um sich auf den neuesten Stand zu bringen und sich in Ruhe einen Überblick zu verschaffen. Fritz: „Setzen Sie unbedingt Prioritäten! Arbeiten Sie zum Beispiel nicht sofort alle aufgelaufenen Emails ab, sondern finden Sie heraus, was wirklich wichtig oder eilig ist!“ Wer übrigens im Email-Autoresponder seine Rückkehr für einen Tag später ankündigt, verschafft sich einen zusätzlichen Zeitpuffer.

Vorsicht: Termine und Überstunden!

Ein gutes Mittel, um die Erholung aus dem Urlaub nicht gleich verpuffen zu lassen, ist der kluge Umgang mit den eigenen Kraftressourcen. „Wenn es Ihnen möglich ist, sollten Sie an Ihrem ersten Arbeitstag nicht gleich Termine wahrnehmen“, erklärt Fritz. „Denn mit Terminstress sind Sie schon am ersten Abend fix und fertig.“ Besser ist es, sich erst einmal von einem Kollegen in Ruhe briefen zu lassen, anstatt in unnötigen Aktionismus zu verfallen. „Auch Überstunden sind am ersten Arbeitstag kontraproduktiv. Bei einer guten Urlaubsvorbereitung müssen sie vielleicht auch gar nicht sein!“

Mit Kollegen ins Gespräch kommen

Trotz Arbeitsdruck und Hektik sollten Mitarbeiter nach dem Urlaub auch das Zwischenmenschliche nicht vergessen: „Suchen Sie den Austausch mit Ihren Kollegen“, empfiehlt Fritz. „Erzählen Sie von Ihren schönen Erlebnissen, aber lassen Sie auch die Anderen zu Wort kommen und fragen Sie nach Ereignissen während Ihrer Abwesenheit.“ Wer so handelt, kann noch ein Stück weit seinen Urlaub genießen, indem er Andere daran teilhaben lässt. Er pflegt aber auch die Beziehung zu seinen Kollegen und erfährt obendrein noch das Neueste aus der Firma.

Ideen umsetzen

Die Entspannung im Urlaub hilft Berufstätigen, ihren Alltag aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. So kommt vielleicht dem einen oder anderen auch eine Idee, was er an seinem Arbeitsplatz ändern könnte. Fritz: „Machen Sie sich dazu im Urlaub Notizen und versuchen Sie, diese Ideen nach Ihrer Rückkehr systematisch umzusetzen.“

(Veröffentlicht bei GMX, September 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Mittel für Zufriedenheit im Job: Respekt zahlt sich aus!

 Ob Chef oder Mitarbeiter … alle wünschen sich Respekt. Denn in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung macht die Arbeit mehr Spaß. Und Unzufriedenheit mit dem Job stellt sich dann auch viel seltener ein. Trotzdem ist Respekt am Arbeitsplatz keine Selbstverständlichkeit. Wie es doch klappt, verrät Businesscoach und Managementtrainerin Andrea Lienhart aus Freiburg.

Wie wichtig Respekt im Arbeitsalltag ist.
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Respekt steigert die Motivation

„Viele Studien zeigen, dass sich Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten Respekt wünschen. Der respektvolle Umgang im Beruf steigert außerdem die Motivation“, betont Lienhart. Andererseits macht ein Mangel an Respekt krank. „Verschiedene Studien stellen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Respektlosigkeit am Arbeitsplatz und körperlichem und geistigem Leistungsabfall fest.“

Wie Respekt funktioniert, weiß im Grunde jeder: Wer andere wertschätzend behandelt, wird in der Regel auch selbst respektiert. Wem so ein Verhalten nicht gelingt, hat meist auch Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Doch Lienhart weiß, dass zu einem respektvollen Verhalten noch mehr gehört: „Wer sich selbst nicht respektiert, kann auch nicht erwarten, dass ihn sein berufliches Umfeld anerkennt.“ Wenn zum Beispiel ein Arbeitnehmer seine eigene Arbeit nicht wertschätzt und lieber über seine Stärken schweigt, weil sie ihm peinlich sind, wird kaum von seinen Vorgesetzten jenes Lob bekommen, das er sich selbst nicht geben mag.

 

Der Wohlfühlfaktor

Mit ein paar Fragen können sich Mitarbeiter auf die Spur kommen, ob sie sich selbst Respekt zollen: Gehe ich mit meinen eigenen Stärken und Schwächen respektvoll um? Kann ich mich, so wie ich bin, akzeptieren? Nehme ich mir Zeit für mich selbst? Einen wichtigen Gradmesser für den Umgang mit sich selbst sieht Lienhart im Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse: „Achten Sie zum Beispiel auf Ihre Work-Life-Balance. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich am Arbeitsplatz wohlfühlen.“

Wer erst einmal damit begonnen hat, sich selbst zu respektieren, dem fällt es auch viel leichter, anderen Menschen mit Respekt zu begegnen. Ein Hilfsmittel dabei ist der sogenannte Perspektivwechsel: „Versuchen Sie doch einmal, Probleme und Ereignisse aus der Sicht Ihrer Kollegen und Vorgesetzten zu sehen. Gehen Sie dabei davon aus, dass der Andere ebenso Recht haben könnte wie Sie selbst“, empfiehlt Lienhart. Wer dieses Gedankenexperiment macht, wird erkennen, dass der Andere sehr wohl Gründe für sein Verhalten hat. Und wird ihn auf diese Weise besser verstehen. „Die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln, ist eine Grundkompetenz für ein respektvolles Miteinander im Job.

Mitgefühl zeigen, Fehler verzeihen!

Der Spruch „Geben ist seliger denn Nehmen“ trifft auch in Sachen Respekt ins Schwarze. Denn wer geachtet werden will, sollte selbst in Vorleistung gehen. Deshalb rät Lienhart Berufstätigen, ihrem beruflichen Umfeld „Geschenke“ zu machen. „Ich meine keine Geschenke, die Geld kosten, sondern ich empfehle, Ihrem Gegenüber Zeit zu schenken, ihm aufmerksam zu zuhören und auch einmal ein Kompliment zu machen.“ Lienhart kennt noch mehr Möglichkeiten, Andere zu beschenken, zum Beispiel indem ein Mitarbeiter seinem Kollegen sein Vertrauen schenkt, Mitgefühl zeigt oder Fehler verzeiht!

Doch selbst wer gegenüber seinen Kollegen und Chefs eine positive Grundeinstellung hat, wird immer wieder einmal Enttäuschungen und Respektlosigkeiten erleben müssen. Lienhart: „Kleinere oder größere Verletzungen im beruflichen Alltag gehören dazu. Diese Konflikte sind ganz normal und können mitunter sogar heilsam sein. Bleiben Sie also realistisch und erwarten Sie nicht zu viel!“

Literaturtipp:
Andrea Lienhart: Respekt im Job. Strategien für eine andere Unternehmenskultur, Kösel-Verlag, München 2011, 176 Seiten, 16,99 Euro.

(Veröffentlicht bei GMX, August 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

In der Urlaubszeit arbeiten, Chancen nutzen: Endlich Ferien!

Ferienzeit: Wenn die Anderen Urlaub machen, fällt die Arbeit oft nicht leicht. Doch der Sommer bietet auch dem arbeitenden Teil der Bevölkerung viele Chancen. Die Arbeitnehmer müssen sie nur sehen und ergreifen.

Wie man die Urlaubszeit sinnvoll nutzen kann.
Wie man die Urlaubszeit sinnvoll nutzen kann.

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„Wer in den Sommerferien arbeitet, hat oft einen großen Vorteil: Nicht nur die Kollegen sind im Urlaub, sondern auch viele Geschäftspartner und Kunden. Das bedeutet weniger Arbeit“, betont Hannelore Fritz, Coach für Work-Life-Balance aus Berlin. Das Telefon klingelt seltener, Emails und Termine werden weniger. Und genau diese Chance sollten Arbeitnehmer nutzen, denn hektische Zeiten stehen später im Jahr sowieso wieder an.

Ziele definieren

„Die Sommerzeit ist ein guter Moment, um innerlich aufzuräumen, um Prozesse zu optimieren oder strategisch zu arbeiten“, erklärt der Berliner Business-Coach Karsten Noack. Doch um wirklich Veränderungen anstoßen zu können, müssen Berufstätige klare Ziele definieren. Noack empfiehlt dafür einen schriftlichen Projektplan mit ganz konkreten Arbeitsschritten. „Denn ohne genaue Planung stolpert ein Mitarbeiter einfach in das Sommerloch hinein und ehe er sich versieht, ist die Zeit schon wieder vorbei.“

Dabei können die Ziele ganz unterschiedlicher Natur sein: Der eine Beschäftigte hat sich vorgenommen, sein Zeitmanagement zu optimieren, ein anderer will endlich einmal ein Projekt beenden, für das er sonst keine Zeit hat und der dritte beabsichtigt, sein Business-Englisch zu verbessern. Doch egal, was auch auf der To-Do-Liste steht: Wichtig ist, konsequent an der Umsetzung zu arbeiten. „Ausreden zählen nicht“, so Noack.

Aufräumen, ausmisten, Überblick verschaffen

Eine Aufräum-Aktion kann der erste Schritt zu neuen Zielen sein: „Wer seinen Arbeitsplatz aufräumt und zum Beispiel Schubladen ausmistet, verschafft sich einen Überblick und ordnet seine Dinge neu“, berichtet Fritz. Das setzt Energien und Erkenntnisse frei. So kann der Wunsch nach Veränderung entstehen. Vielleicht wird sogar ein konkretes Ziel sichtbar. Auch wer einen Kollegen vertritt, kann das erleben: „Eine Vertretung verändert die eigenen Arbeitsroutinen. Das kann Kreativität freisetzen … zum Beispiel das Bedürfnis, die eigenen Arbeitsweisen zu verändern.“

In jeden Fall empfiehlt Fritz, sich auf die Chancen des sommerlichen Arbeitens zu konzentrieren und sich nicht über die Tatsache zu ärgern, dass die Kollegen derweil am Strand liegen. „Arbeiten Sie an Ihrer inneren Einstellung“, rät sie. Schließlich haben die Daheimgebliebenen den Urlaub vor oder bereits hinter sich und sind damit eigentlich nicht schlechter gestellt als die Urlauber.

Belohnen nicht vergessen

Damit das Arbeiten leichter fällt, empfiehlt Fritz, sich zu belohnen. Schließlich lädt gerade der Sommer dazu ein. Auch wer nicht Ferien macht, kann sich am Feierabend über lauschige Sommernächte im Biergarten freuen und für das Wochenende kleine Kurztripps in die Umgebung planen. „Jetzt in den Sommermonaten lässt sich Berlin ganz besonders genießen. Die Stadt ist weniger voll und das Tempo ist langsamer als sonst.“ Vielleicht braucht manch ein Arbeitnehmer zehn Minuten weniger Fahrtzeit, weil er nicht im Stau stehen muss. Außerdem kann er möglicherweise pünktlich Feierabend machen.

Wenn sich das Tempo in den Betrieben verlangsamt ist das auch ein guter Zeitpunkt, um seine betrieblichen Netzwerke zu pflegen. Vielleicht hat ein Mitarbeiter jetzt für ein Gespräch mit einem Kollegen Zeit und Muße, mit dem er sonst kaum ein Wort wechselt. Schließlich entsteht in einem durch Urlaub dezimierten Betrieb ein ganz anderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Außerdem ist geteiltes Leid halbes Leid. Noack: „Wie wäre es, wenn Sie ins Betriebsklima investieren und zum Beispiel ein Eis mitbringen oder die Kollegen mit einem selbstgemachten Eiskaffee überraschen? So machen Sie Anderen mit einfachen Mitteln eine Freude!“ Gute Laune und eine entspannte Stimmung ist dann meist garantiert!

Die dezimierte Mitarbeiterzahl bietet zudem für das Selbstmarketing des Arbeitnehmers gute Chancen. „In einem kleineren Team fallen Ihre guten Leistungen besonders auf. Auch durch Ihre gute Arbeit als Stellvertreter können Sie sich profilieren“, betont Noack. Wer sichtbar werden will, sollte aber Vorsicht walten lassen: So kommt es zum Beispiel nicht gut an, wenn sich der Stellvertreter über die Arbeit seines abwesenden Kollegen beschwert. Deshalb sollte der Mitarbeiter die Arbeit Anderer nicht kritisieren, wenn er mit seinem Chef über seine eigenen Erfolge spricht. Hat er während der Zeit der Stellvertretung noch mehr Kompetenzen unter Beweis gestellt als im normalen Berufsalltag, sollte er das seinem Chef auch mitteilen. Noack: „Am besten ist es, wenn Sie sowohl Ihren Kollegen als auch sich selbst positiv darstellen und so eine Win-Win-Situation schaffen!“

Literatur:
Lothar J. Seiwert: 30 Minuten Work-Life-Balance, 15., überarbeitete Neuauflage, Gabal, Offenbach (2011), 95 Seiten, 8,90 Euro

(Veröffentlicht bei der Berliner Zeitung, Juli 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Karriere im Außendienst: In die Schuhe des Kunden denken

Wer als Außendienstmitarbeiter erfolgreich sein will, braucht Verhandlungsgeschick. Doch nicht plumpe Tricks führen in erster Linie zum Erfolg, sondern exzellente Vorbereitung und ein hohes Maß an Selbstreflexion und Einfühlungsvermögen.

Wie Sie als Außendienstmitarbeiter erfolgreich werden.
Wie Sie als Außendienstmitarbeiter erfolgreich werden.

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„Eine gute Vorbereitung ist für die Verhandlung mehr als die halbe Miete“, betont Verkaufstrainer Dominic Hand, Geschäftsführender Gesellschafter von AKZENT Consulting aus Stuttgart. Dazu gehört natürlich ein möglichst großes Wissen über den Kunden und seine Motive. Dafür ist heutzutage das Internet sehr nützlich. Denn wer weiß, welche Beweggründe wie etwa Prestige, Sicherheit oder Wirtschaftlichkeit bei seinem Gegenüber im Vordergrund stehen, kann seine Argumentationslinie darauf abstimmen. „Zu wissen, dass der geliebte Hund ,Rufus’ heißt und am liebsten mit seinem gelben Quietsche-Kaktus spielt, kann wertvoller als das beste Argument sein.“

Interesse am Kunden

Der Stuttgarter Verkaufstrainer Ingo Vogel rät Außendienstmitarbeitern zu einem echten Interesse am Kunden: „Rufen Sie bei einem Geschäftspartner nicht nur an, wenn Sie einen Grund haben, sondern zeigen Sie ihm auch sonst Anerkennung und Aufmerksamkeit. Er darf nicht das Gefühl bekommen, dass Sie nur am Geld interessiert sind.“ Deshalb ist die Beziehungspflege bei Bestandskunden so wichtig. Vor einer Verhandlung mit Neukunden steht dagegen das Sammeln von Informationen im Vordergrund.

Auch vorherige Reflexion ist für erfolgreiche Verhandlungen wichtig. So empfiehlt Hand, das eigene Maximal- und Minimalziel zu kennen: „Fragen Sie sich: Wann steige ich aus? Mit welchen Einwänden muss ich rechnen? Was sind mögliche Konsenspunkte und wie könnten strategische Zugeständnisse aussehen?“ Auch über ein Worst-Case-Szenario sollte der Außendienstler nachdenken. Besonders hilfreich ist ein Perspektivwechsel: Wer sich in die Schuhe seines Kunden denkt, wird bessere Argumente haben, als wenn er sich diese Mühe nicht macht.

Ein Aspekt einer guten Vorbereitung ist auch ein kontinuierliches „Costumer-Relationship-Management“: Jeder Mitarbeiter des Unternehmens protokolliert dabei die Art und Weise der Kontakte zwischen ihm und dem Kunden. „Wenn Sie nicht wissen, wie die letzten Absprachen zwischen Ihrer Firma und Ihrem Kunden sind, machen Sie einen schlechten Eindruck“, betont Hand. Und das wiederum könnte zu Problemen führen. Wer dagegen gut informiert ist, gewinnt das Vertrauen seines Gegenübers leichter. Deshalb sollte der Mitarbeiter nicht nur jeden Kundenkontakt notieren, sondern auch den aktuellen Stand der Verhandlungen kennen.

Innere Einstellung zählt

Wie groß der Verhandlungserfolg ist, hängt aber nicht nur von der inhaltlichen Beschäftigung, sondern auch von der inneren Einstellung ab. „Wer zu einem Kunden fährt und unter Druck steht, wird angespannt wirken. Er wird eher auf Abwehr stoßen und deshalb geringeren Erfolg haben“, erklärt Vogel. Vor diesem Hintergrund empfiehlt er Außendienstmitarbeitern, Einfluss auf ihre eigenen Gedanken zu nehmen. Sein Tipp: Kreisen Sie nicht um um ihre Probleme, sondern denken Sie vor einer Verhandlung an etwas Positives.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren sieht Vogel deshalb auch in der inneren Souveränität des Verkäufers. Denn so strahlt er auch in schwierigen Situationen eine gewisse Gelassenheit aus. „Bei einem arroganten Kunden lässt er sich dann nicht verunsichern.“

Handeln nach dem „Jesus-Prinzip“

Auch Verkaufstrainer Hand weiß, dass der Umgang mit Kunden manchmal schwierig ist, besonders wenn diese aggressiv oder herablassend sind. „Ein Patentrezept, wie sich Außendienstler in solchen Situationen verhalten sollen, gibt es nicht. Wichtig ist aber ein gesundes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Handeln Sie also nach dem Jesus-Prinzip!“ Das kann zum Beispiel heißen, sich strategisch zurückzuhalten anstatt anzugreifen. Hilfreich ist es auch, viele Fragen zu stellen und aktiv zuzuhören anstatt hauptsächlich selbst zu reden. Und noch ein Tipp: Zeigen Sie sich in Kleinigkeiten großzügig!

Ein gutes Training kann helfen, solche Strategien in die Tat umzusetzen: „Wer ein Verkaufstraining absolvieren will, sollte sich möglichst für eine maßgeschneiderte Maßnahme entscheiden, die zum Beispiel den eigenen Wissensstand, aber auch branchen- und produktspezifischen Aspekte berücksichtigt und die eigene Persönlichkeit gezielt in den Blick nimmt“, betont Hand. Offene Trainings mit Teilnehmern aus völlig unterschiedlichen Branchen und mit verschiedenen Praxisanforderungen sind deshalb nicht in jedem Fall geeignet.

„Ein guter Außendienstmitarbeiter braucht regelmäßig Input“, erklärt Vogel. Neben Trainings empfiehlt er auch Bücher, Fachartikel und Vorträge. Wer wirklich berufliches Interesse an Kommunikation hat, der liest zum Beispiel auch Zeitungsartikel über populärpsychologische Themen. Denn das kann das Verständnis für den Verhandlungspartner und damit die Erfolgschancen erhöhen.

Und noch ein Tipp zum Schluss von Dominic Hand: So wichtig Trainings auch sind, nie sollten Außendienstmitarbeiter die Natürlichkeit der Technik opfern. Eine Verhandlungstechnik ist immer nur so gut, wie sie nicht als solche zu erkennen ist. Haben Kunden das Gefühl, es mit einem trainierten Techniker zu tun zu haben, können Verhandlung schnell scheitern.

(Veröffentlicht bei der Stutgarter Zeitung, April 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Der Schreibtisch des Mitarbeiters: Die Bühne des Arbeitnehmers

Theaterbühne und Reliquienschrein in einem: Das sind die Schreibtische von Berufstätigen … und zwar weltweit. Ob aber Spielzeugautos, Plüschtiere, Grünpflanzen, iPhones oder private Fotogalerien dominieren, hängt von der Branche, dem Land und dem Geschlecht des Schreibtischinhabers ab. Das fanden Prof. Dr. Uta Brandes und Prof. Dr. Michael Erlhoff von der Köln International School of Design (KISD) heraus.

Der Schreibtisch: Die Bühne des Mitarbeiters.
Der Schreibtisch: Die Bühne des Mitarbeiters.

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Die beiden Design-Professoren untersuchten gemeinsam mit Studierenden sechs Monate lang Arbeitsplätze auf fünf Kontinenten, darunter Ländern wie etwa Deutschland, Ägypten, Brasilien, Taiwan oder Indien. Sie analysierten dabei anhand von Fotos knapp 700 Schreibtische, die in öffentlichen Verwaltungen, Designstudios, Callcentern sowie Banken und Versicherungen aufgenommen worden sind.

Der Schreibtisch als Heimat

„Der Schreibtisch ist für Arbeitnehmer in allen Ländern eine Art Heimat. Er fungiert als kleine Bühne und Ausstellungsraum. Deshalb finden sich auf ihn auf der ganzen Welt durchschnittlich mehr als ein Dutzend privater Objekte“, berichtet Brandes. Was sich konkret auf dem Schreibtisch befindet, sagt viel über das Geschlecht, die Branche und die Nationalität des Nutzers aus und ist Spiegel der eigenen Individualität und der Gesellschaft, in der der Arbeitnehmer lebt.

Manche Ergebnisse der Studie entsprechen sogar Klischees: „Frauen lieben weltweit Pastelltöne und rosa Farben am Arbeitsplatz … leider“, berichtet Brandes, die offensichtlich nicht sehr glücklich über den Geschmack ihrer Geschlechtsgenossinnen ist. Und noch etwas vereint die Arbeitnehmerinnen: „Sie haben eine enorme Sammelleidenschaft und bevorzugen dabei weiche und plüschige Objekte.“ Große Ausnahme sind Frauen, die in westlichen Designer-Büros arbeiten. Bei ihnen finden sich helle Erdfarben und das klassische iPad-Weiß.

Frauen-Schreibtische, Männer-Schreibtische

Weltweit platzieren Männer übrigens eher dunkelblaue, schwarze oder metallische Objekte auf ihren Schreibtischen, die aus härteren Materialien bestehen, etwa Spielzeugautos oder Comicfiguren. Während sich an den Trennwänden in den Großraumbüros bei Frauen häufig Fotos von Familie und Freunden sowie die künstlerischen Hochleistungen ihrer Kinder finden, stellen Männer dort lieber Sportfotos aus. Den geringsten Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es übrigens in New York, der Ort mit den weltweit unpersönlichsten Schreibtischen. „Das mag an den harten Arbeitsbedingungen und der dortigen Hire-and-Fire-Mentalität liegen.“

Zeige mir Deinen Schreibtisch und ich sage Dir, wo Du arbeitest: Auf diese einfache Formel lässt sich die Studie der beiden Design-Professoren bringen. So sind Arbeitsplätze in den öffentlichen Verwaltungen besonders voll. Gründe dafür sind – so Brandes – die lange Verweildauer an einem bestimmten Arbeitsplatz und der geringe Publikumsverkehr. Die nationalen Vorlieben sind dabei höchst unterschiedlich: Während in der deutschen Verwaltung Grünpflanzen dominieren, finden sich zum Beispiel auf asiatischen und südamerikanischen Schreibtischen kleine Buddhas, Shivas oder Engel.

Platzierung von Statusymbolen

Wesentlich unpersönlicher sehen da schon die Schreibtische bei Banken und Versicherungen aus … auch dort, wo kein Publikumsverkehr herrscht: „Nur wenige ausgesuchte Gegenstände werden dort platziert. Männer zeigen meist Statussymbole wie das prestigeträchtige Smartphone oder den Autoschlüssel einer teuren Marke, während Frauen auch schon mal eine Zeichnung ihres Nachwuchses oder ein Familienfoto ausstellen.“

Ähnlich übersichtlich sehen auch Schreibtische in westeuropäischen Designer-Büros aus. Auch hier ersetzen statusträchtige Autoschlüssel und aktuellste Smartphones das unübersichtliche Sammelsurium anderer Branchen. Aber nur in Europa! In Asien dagegen platzen auch die Schreibtische in der Designer-Zunft – so wie fast aller anderen Branchen – aus den Nähten. Hier findet sich eine große Zahl von Postern, Figuren, Auszeichnungen und eigener Entwürfe.

Der Wirtschaftszweig mit den unpersönlichsten Schreibtischen ist, so die Untersuchung, die Call Center-Branche. Nur Getränke und Lebensmittel machen die Büromöbel hier unterscheidbar, da Mitarbeiter in der Regel keinen eigenen Tisch haben, sondern diesen nach Dienstschluss räumen müssen. Aber selbst wenn es um die Lebensmittelauswahl geht, unterscheiden sich Männer und Frauen: Während die Herren dort üblicherweise Junk Food und süße Softdrinks ablegen, findet sich bei den Damen augenscheinlich Gesünderes wie etwa Jogurts oder Müsliriegel. Nur in der Vorliebe für Kaffee sind sich die Geschlechter einig.

Literaturtipp:
My Desk is my Castle. Exploring Personalization Cultures, Uta Brandes, Michael Erlhoff, Birkhäuser Verlag, Basel (2012), 317 Seiten, 31,99 Euro.

(Veröffentlicht bei der Berliner Zeitung, April 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Gegen den Frust am Arbeitsplatz: Seien Sie gut zu sich!

Ratgeber gegen den Frust am Arbeitsplatz gibt es viele. Doch oft verhallen die gut gemeinten Ratschläge. Horst Conen, Psychologe, Coach und Autor des Buches „Sei gut zu dir, wir brauchen dich“ kennt den Weg heraus aus der Misere: Er empfiehlt den liebevollen Umgang mit sich selbst – das Take-Care-Prinzip.

Was gegen den Frust im Job helfen kann.
Was gegen den Frust im Job helfen kann.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Berufseinsteiger, Berufserfahrene und Neustarter.

„Selbstfürsorge ist für viele Berufstätige wie ein Fremdwort“, berichtet Conen. Der Hinweis, sich selbst etwas Gutes zu tun, verpufft meist ergebnislos. Im Gegenteil: Oft erhöhen die Beschäftigten selbst den Druck, zum Beispiel durch überhöhte Ansprüche an sich selbst und ungute Verhaltensmuster wie etwa Perfektionismus.

Besser mit sich umgehen

„Es gab noch nie so viele psychosomatische Krankheiten wie im vergangenen Jahr, die durch Stress im Berufsalltag entstanden sind“, betont Conen. Wer aber mit sich selbst besser umgeht, erhöht nicht nur seine Lebensqualität und ist gesünder, sondern ist häufig auch leistungsstärker und erfolgreicher.

Der Coach empfiehlt nicht in erster Linie Sport oder ein Wellness-Wochenende, sondern Selbstreflexion: „Ohne diese sind Berufstätige nach einer Auszeit ganz schnell wieder genauso gestresst wie vorher.“ Eine Frage kann dabei helfen: „Was sind die negativen Glaubenssätze, nach denen ich handle?“ Solche Sätze sind zum Beispiel: „Du bist eine Enttäuschung“ oder „Das schaffst Du nie“. In der Regel haben Menschen, die von solchen Sätzen geprägt sind, überzogene Ansprüche an sich selbst. „Besser ist es aber, diese negativen Botschaften ins Positive zu wenden. Machen Sie sich also lieber bewusst, dass Sie okay sind! Denn wer sich selbst mag und nicht abwertet, muss sich auch nicht ständig selber etwas beweisen.“ So setzt man sich selbst weniger unter Druck und behandelt man sich wohlwollender.

Take-Care-Prinzip

Zum Take-Care-Prinzip gehört auch, sich im Alltag kleine Inseln der Erholung zu schaffen: „Gestressten Klienten rate ich eine halbe Stunde früher aufzustehen. So haben sie noch etwas Zeit für sich. Lauschen Sie zum Beispiel in dieser Zeit auf die Stille, zünden Sie eine Kerze an oder schauen Sie aus dem Fenster“, betont Conen. „Wer auf diese Weise ruhig und gelassen den Tag beginnt, schafft einen Puffer zwischen sich und dem Alltagsstress! Das ist eine Investition in Ihre innere Balance!“

Conen kennt noch andere solcher Investitionen. So empfiehlt er zum Beispiel Berufstätigen, ihren Eigensinn zu bewahren und zu kultivieren. „Studien haben herausgefunden, dass Exzentriker oft gesünder als ihre nichtexzentrischen Mitmenschen sind. Schmettern Sie also im Sommer Weihnachtslieder, wenn das zum Beispiel ein Spleen von Ihnen ist und es einfach Spaß macht.“

Wer gut für sich selbst sorgen will, sollte nicht auf Negatives fokussiert sein, sondern lernen, das Positive im Leben wahrzunehmen. Conens Tipp: Stecken Sie eine Handvoll trockener Bohnen in Ihre rechte Hosentasche. Immer, wenn Sie etwas Schönes erlebt haben, ob nun das Lächeln einer Kollegin oder die Regenpause auf dem Heimweg, lassen Sie eine Bohne von der rechten in die linke Hosentasche wandern. So bemerken Sie, wie viele schöne Momente es jeden Tag gibt.

Innerer Abstand

Für alle, die unter ihren schwierigen Kollegen und Chefs leiden, hat der Coach ebenfalls einen Rat parat: „Versuchen Sie es mal mit innerem Abstand! Fühlen Sie sich nicht persönlich angesprochen, sondern sehen Sie sich einfach als Touristen, der sich über das merkwürdige Verhalten dieser Menschen wundert.“

Außerdem empfiehlt Conen, einen Freundschaftsvertrag mit sich selbst abzuschließen, der zum Beispiel den Umgang mit sich selbst oder mit den eigenen Lebensträumen regelt. „Wer diesen Vertrag immer mal wieder hervorholt, verirrt sich nicht ständig in Nebensächlichkeiten, sondern behält seine wahren Ziele im Blick.“

Literaturtipp:
Horst Conen: Sei gut zu dir, wir brauchen dich. Vom besseren Umgang mit sich selbst, Campus, Frankfurt/Main 2011, 262 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 978-3-593-39543-2

(Veröffentlicht bei GMX.de, März 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Business-Knigge: Welcher Händedruck-Typ sind Sie?

Der Händedruck: Ein klassisches Begrüßungsritual … zumindest in der westlichen Welt. Die Geste sagt oft mehr als viele Worte. Benimm-Trainerin Marlies Smits aus dem norddeutschen Großhanddorf erklärt, wie sie zu deuten ist.

Was ein Händedruck bedeuten kann.
Was ein Händedruck bedeuten kann.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Auszubildende, Berufseinsteiger und Berufserfahrene.

Der Quetscher:

Manche Berufstätige lieben es, mit großem Kraftaufwand die Hand des Anderen zu drücken. Das kann soweit gehen, dass dieser am liebsten einen Aufschrei des Entsetzens loswerden möchte. Gerade für jene, die Ringe tragen, kann ein allzu fester Handschlag schnell zum schmerzhaften Erlebnis werden. „Der Quetscher demonstriert seine Macht“, betont Smits. „Er signalisiert: Ich bin ein handfester Typ und kein Weichei.“ So ist also das Quetschen ein Statement, das von großem Selbstbewusstsein zeugt … oft auf Kosten des Begrüßten. „Wer so handelt, dem fehlt das Gespür für seine Umgebung.“

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Wenn der Begrüßende die Hand seiner Kontaktperson nur halb zu fassen bekommt, kann schon aus einem normalen festen Händedruck eine unangenehme Erfahrung werden. In diesem Fall ist der „Quetscher“ unschuldig. Smits‘ Tipp: Wer die Hand seines Gegenübers nicht richtig greift, sollte lieber nachfassen. Vielleicht mit einem freundlichen und launigen Kommentar wie „Jetzt noch einmal richtig!“

Der Schulterklopfer:

Noch dominanter als der Quetscher ist der Schulterklopfer. Denn wer seinen Zeitgenossen die Hand auf die Schulter oder den Arm legt, demonstriert noch deutlicher seine Macht. Er zeigt, dass er das Sagen hat und im Status über dem Anderen steht. „Viele ranghohe Politiker reagieren auf diese Geste ihrerseits mit einem Schulterklopfen. So neutralisieren sie den Machtanspruch des Anderen“, erklärt Smits. Wer sich also nicht dominieren lassen will, sollte es so wie die Politiker machen und die Geste erwidern!

Der Schüttler:

Der Schüttler praktiziert einen ungewöhnlich langen Handschlag. Damit das nicht so auffällt, wird die Hand der Kontaktperson die ganze Zeit geschüttelt. Meist wird dieses „Händeschütteln“ noch von einem Wortschwall begleitet. Im Gegensatz zum Quetscher ist diese Form des Händeschüttelns kein Ausdruck eines Dominanz- und Machtverhaltens. Ganz im Gegenteil: Wer Hände schüttelt will eine gleichberechtigte Beziehung. Smits: „Es handelt sich hier in der Regel um einen fröhlichen und kommunikativen Menschen, der mit seinem Händedruck Sympathien erwerben will.“ Doch kommt auch dieser Arbeitnehmer bei seinen Kollegen oft nicht so gut an. „Viele empfinden den überlangen Händedruck als übergriffig, weil das Bedürfnis nach Distanz verletzt wird.“ Smits‘ Tipp: Schütteln Sie nie länger als drei Sekunden die Hand Ihres Gegenübers!

Der tote Fisch:

Dieser Händedruck ist das Gegenteil einer dominanten Begrüßungsgeste: Er wirkt passiv und leblos. Dies wird im Businessalltag fast genauso negativ empfunden wie ein zu machtvolles Auftreten. Schließlich wirkt so ein Handschlag weder tatkräftig noch engagiert. „Wer einen zu schlaffen Händedruck hat, dem wird Desinteresse und mangelndes Selbstbewusstsein unterstellt“, erklärt Smits. Doch Vorsicht: Kommt ein Geschäftspartner aus einem anderen Kulturraum wie zum Beispiel Ostasien, sollten seine Gesprächspartner keine falschen Schlüsse ziehen. Da dort der Handschlag unüblich ist, wird er sanfter ausfallen als unter Europäern.

Der optimale Handschlag:

Er ist trocken, kräftig, kurz und ohne ausdauerndes Schütteln. Der Begrüßte fühlt sich dabei einfach wohl. Deshalb gehören auch der Blickkontakt und ein freundliches Lächeln dazu. Der Händedruck sollte die Begegnung auf Augenhöhe unterstreichen. Er darf keine Geste der Dominanz oder Unterwerfung sein. Smits: „Das richtige Maß und ein Gespür für die Bedürfnisse des Anderen sind Grundvoraussetzungen, um gleich bei der Begrüßung einen positiven Eindruck zu hinterlassen!“

(Veröffentlicht bei GMX.de, Februar 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Vorsicht bei der Jobsuche: So finden Sie den passenden Arbeitgeber!

Die falsche Arbeitgeber-Wahl kann schnell zum Problem werden. Deshalb gilt: Suchen Sie ein Unternehmen, das zu Ihnen passt!

Wie Sie den passenden Arbeitgeber finden.
Wie Sie den passenden Arbeitgeber finden.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Berufseinsteiger, Berufserfahrene und Neustarter.

„Die Frage nach dem richtigen Arbeitgeber stellt sich nicht nur für hochqualifizierte Arbeitnehmer oder in Zeiten eines freundlichen Arbeitsmarktes. Denn eine falsche Arbeitgeber-Wahl wirkt sich immer negativ aus“, berichtet Doris Reif-Woelki, Pressesprecherin der Arbeitsagentur Stuttgart. So sehe eine Kündigung in der Probezeit in keinem Lebenslauf gut aus. „Bei jeder darauffolgenden Neueinstellung werden Sie gefragt, was los war. Dann kommen Sie eventuell in Erklärungsnot.“ Deshalb empfiehlt sie allen Bewerbern, nicht wahllos zu suchen. Bei Akademikern und anderen Hochqualifizierten gelte das natürlich in einem besonderen Maß.

Aktionismus meist nicht zielführend

„Wer den passenden Arbeitgeber finden will, sollte seine Suche als Prozess verstehen und damit so früh wie möglich beginnen“, betont Heinz-Wilhelm Seegers, Berater im Team „Akademische Berufe“ bei der Arbeitsagentur Stuttgart. „Ad hoc-Aktionismus ist meist nicht zielführend!“

Am Anfang steht nicht die Suche nach einem Arbeitsplatz, sondern der Blick auf sich selbst. Seegers rät, sich über seine fachlichen und persönlichen Eignungen, Neigungen und Fähigkeiten klar zu werden. Da die Passgenauigkeit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht nur von fachlichen Fähigkeiten, sondern auch von weichen Faktoren abhängt, empfiehlt er Bewerbern, sich folgende Fragen zu stellen: „Wie ticke ich? Bin ich extrovertiert oder in mich gekehrt? Bin ich Teamplayer oder Einzelgänger, karriere- oder freizeitorientiert? Werde ich gerne geführt oder führe ich lieber? Bin ich ein Motivator, Umsetzer oder ein akribischer Analytiker?“

Auch berufliche Rahmenbedingungen sollten Jobsuchende mitbedenken. Wie wichtig sind dem Bewerber zum Beispiel geregelte Arbeitszeiten oder ein hohes Gehalt? Ist er bereit, an wechselnden Arbeitsorten zu arbeiten oder bevorzugt er einen gleichbleibenden Ort? Hat er bestimmte Wunschvorstellungen über seinem Arbeitgeber, zum Beispiel über seine Reputation, Führungsstil, Arbeitsklima oder Dresscode? Sind alle diese Frage beantwortet, lässt sich daraus in der Regel ein klares Profil ableiten. In einem nächsten Schritt geht es dann darum, zu welcher Firma und zu welchem Arbeitsplatz dieses Profil passt.

Sich ein Bild von der Zielbranche machen

„Für Berufseinsteiger und Berufs- sowie Branchenwechsler ist es gar nicht so leicht herauszufinden, zu welchem Unternehmen sie wirklich passen“, betont der Stuttgarter Bewerbungscoach Thomas Goetze. „Denn sie haben kein vertieftes Wissen über ihre Zielbranche und deren Unternehmen. Das ist bei branchenerfahrenen Bewerbern anders.“ Umso wichtiger ist es, sich ein umfassendes Bild von den Betrieben zu machen, bei denen sich der Jobsuchende bewerben will. „Verlassen Sie sich nicht allein auf die Selbstdarstellung in Unternehmensbroschüren und im Internet, sondern nutzen Sie möglichst vielfältige Informationskanäle, wie zum Beispiel Presseartikel, Blogeinträge oder Erfahrungsberichte in Sozialen Netzwerken.“

Seegers: „Besuchen Sie auch die verschiedenen Bewertungsportale wie etwa kununu.de oder jobvoting.de. Hier bewerten Mitarbeiter ihre Unternehmen. So erfahren Sie auch etwas über die Schwächen der Firmen.“ Neben der Internetrecherche legt der Berater Bewerbern auch die Informationssuche im realen Leben ans Herz: „Sprechen Sie mit Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern aus Ihrem Bekanntenkreis und befragen sie diese nach ihrer Erfahrung.“

Auch bei der Arbeitsagentur können Bewerber zusätzliche Informationen über Arbeitgeber bekommen: „Wir erhalten häufig von ehemaligen Beschäftigten und Bewerbern Rückmeldungen zu Unternehmen. Wenn wir hier verdichtete positive oder negative Erkenntnisse haben, geben wir diese gerne weiter“, so Seegers.

Auf die innere Stimme hören

Wer den richtigen Arbeitgeber für sich finden will, sollte sich aber nicht nur auf das Urteil Anderer verlassen, sondern auch selber auf die verbale und nonverbale Kommunikation des Unternehmens achten und auf seine innere Stimme hören. „Wird Ihnen zum Beispiel während des Bewerbungsverfahrens auf Augenhöhe begegnet? Kommuniziert Ihr Gegenüber respektvoll mit Ihnen oder vermissen Sie Signale der persönlichen Wertschätzung? Die Antworten auf diese Fragen verraten Ihnen, wie wohl Sie sich bei diesem Unternehmen fühlen“, so Götze. Und dieses Bauchgefühl ist ein wichtiger Hinweis darauf, ob das Unternehmen zu Ihnen passt.

Auch während eines Praktikums oder einiger Probearbeitstage können sich Bewerber ein Bild vom Betrieb zu machen. „Achten Sie in dieser Zeit darauf, wie es um das Arbeitsklima und die Mitarbeiterorientierung im Unternehmen bestellt ist“, so Seegers.

Hinweise im Bewerbungsverfahren

Der Karrierecoach und Autor des Buches „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ Martin Wehrle kennt noch weitere aussagekräftige Hinweise im Bewerbungsverfahren: „Besonders wichtig ist die Stellenanzeige: Wie oft ist sie zum Beispiel erschienen? Wenn dieselbe Stelle alle drei, vier Monate wieder angeboten wird, ist etwas faul. Das kann auf überzogene Ansprüche des Chefs hindeuten. Oder auf eine schlechte Einarbeitung. Jedenfalls scheint es dort niemand lange auszuhalten.“

Wie offen eine Firma ist, können Bewerber schon daran sehen, so Wehrle, ob in der Ausschreibung ein Ansprechpartner mit Telefonnummer genannt ist und sie eingeladen werden, die Firma mit Fragen zu kontaktieren. „Ist das nicht der Fall, sind Fragen offenbar unerwünscht. Das deutet auf schlechte Kommunikation hin.“

Der Buchautor empfiehlt, auch die Kommunikation im Bewerbungsgespräch genau zu analysieren: „Achten Sie zum Beispiel darauf, ob Ihr Gesprächspartner Ihren Lebenslauf überhaupt kennt.“ Wenn der Personaler fragt, ob der Bewerber auch mal im Ausland war, obwohl das aus den Unterlagen hervorgeht, dann ist er einfach schlecht vorbereitet. „Das ist ein Ausdruck der Geringschätzung.“ Genauso wichtig ist die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander: „Wie gehen die Gesprächsführer miteinander oder mit der Sekretärin um, die den Kaffee bringt? Wenn hier ein rauer Ton herrscht, weiß der Bewerber genau, was ihn später erwartet.“ Jetzt muss er sich fragen, ob er sich in einem solchen Betriebsklima wohlfühlen wird und in der Lage ist, seine volle Leistung zu bringen.

(Veröffentlicht bei Stuttgarter Zeitung, Februar 2012)
(Copyright 2012 by Anja Schreiber)

Teamarbeit konstruktiv gestalten: Mitglied einer Mannschaft

Die Arbeit im Team: Viele Mitarbeiter erleben sie als ineffizient. Sie vermissen oft Anerkennung und leiden unter ihren Kollegen. Wissenschaftler und Berater suchen nach Wegen, wie Firmen Teamarbeit konstruktiv gestalten können.

Wie Sie Teamarbeit konstruktiv gestalten können.
Wie Sie Teamarbeit konstruktiv gestalten können.

Für wen dieser Artikel besonders interessant ist:

  • Auszubildende, Berufseinsteiger und Berufserfahrene.

„Nicht die Teamarbeit ist das eigentliche Problem, sondern die Tatsache, dass Teamarbeit nicht zu jeder Aufgabenstellung passt“, erklärt der Wirtschafts- und Organisationspsychologe Prof. Dr. Guido Hertel von der Universität Münster. Für seine Forschungsarbeit zu diesem Thema sind ihm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gerade 320.000 Euro bewilligt worden. „Auch fehlende Anerkennung demotiviert Teammitglieder, weil die eigene Leistung in der Gruppe untergeht“, so Hertel. Er untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen Teamarbeit bereichernd wirken kann. Seine Studien belegen, dass neben der Anerkennung der Leistung vor allem auch soziale Verantwortung zu zusätzlicher Bereitschaft führt, sich im Team anzustrengen.

Unverzichtbar sein: eine starke Motivation

„Das Gefühl, unverzichtbar für ein Team zu sein, ist eine starke Motivation“, erklärt Hertel. Aber genau diese Erkenntnis wird bei der Zusammenstellung von Arbeitsgruppen oft nicht berücksichtigt. „So werden dann in Forschungsabteilungen Teams paritätisch besetzt. Statt fünf Mitglieder werden 20 berufen.“ Die Folge: Die meisten Mitglieder fühlen sich überflüssig und halten sich aus der Arbeit heraus. Das wiederum demotiviert auch die Leistungsträger. Deshalb entscheidet bereits eine intelligente Zusammensetzung des Teams häufig über dessen Erfolg. Sein Tipp: Besondere Qualifikationen der Mitarbeiter sollten nicht doppelt vorhanden sein. Denn so weiß jeder, dass es auf sein Expertenwissen ankommt … und das motiviert!

Jeder der Teammitglieder sollte außerdem durchschauen, welche Auswirkungen seine Teilleistung auf die Arbeit der Anderen hat. Bei großen Gruppenaufgaben empfiehlt deshalb Hertel, diese in kleine Verantwortungsbereiche aufzuteilen und den Aufgabenverlauf transparent zu gestalten. „Dadurch wird jedem deutlich: Wenn jemand seine Aufgabe nicht erledigt, werden auch alle Anderen scheitern.“

Aktuell untersucht Hertel, wie stabil Motivationsgewinne durch Teamarbeit auf Dauer sind oder ob sie sich am Ende doch kontraproduktiv auswirken, weil sich Mitarbeiter übernehmen. „Wenn sich Mitarbeiter für unersetzlich halten, kann das auch zur Demotivation der anderen Gruppenmitglieder führen.“

Ineffizienz als häufiges Problem

Svenja Hofert, Karrierecoach aus Hamburg und Mitautorin des Buches „Ich hasse Teams“, kennt die Auswirkungen der Teamarbeit auf Arbeitnehmer: „Am häufigsten beklagen Mitarbeiter, dass Ziele nicht eingehalten oder ineffizient umgesetzt werden. Auch in der Gruppen-Kommunikation und in unproduktiven Meetings sehen sie häufig ein Problem.“ Als besonders schwierig empfänden Mitarbeiter, dass Termine nicht eingehalten würden, dass Zuständigkeiten nicht geklärt seien und Informationen nicht ausreichend fließen würden. So das Ergebnis einer Befragung, die Hofert gemeinsam mit ihrem Co-Autor Thorsten Visbal 2010 durchgeführt hat. „Auch der Egoismus der Teammitglieder macht die Arbeit in Gruppen schwierig.“

Vorteile von hetrogenen Teams

Prof. Dr. Eric Kearney weiß als Hochschullehrer für Organizational Behavior und Human Resource Management an der Gisma Business School der Leibniz Universität Hannover, warum Teamarbeit oft als so problematisch empfunden wird: „Damit innovative Ideen entstehen können, brauchen Unternehmen heterogene Teams. Aber gerade diese Arbeitsgruppen haben häufig Kommunikationsprobleme.“ Altersunterschiede, unterschiedliche Persönlichkeitstypen, fachliche Ausrichtungen und Bildungsgrade sowie divergierende kulturelle Prägungen der Teammitglieder führen zu Konflikten. Dies erklärt Kearney so: „Personen, die sich ähnlich sind, finden sich in der Regel sympathisch. Sie verstehen sich besser als sehr unterschiedlich veranlagte Menschen.“

Hochschullehrer Kearney empfiehlt Unternehmen, diese Tatsache bei der Teambildung mitzubedenken. Sein Tipp: Nicht für jede Aufgabe brauchen Firmen heterogene Teams. Sinnvoll ist es also, im Vorfeld zu klären, wie komplex die Aufgabe ist und danach die Gruppenmitglieder auszuwählen. „Bei einfacheren Aufgaben führen homogene Teams zu schnelleren Ergebnissen, während heterogene Gruppen oft innovativer sind, da das Spektrum der Ideen größer ist.“ Bei großem Zeitdruck warnt der Wissenschaftler ebenfalls vor einer zu heterogen besetzten Arbeitsgruppe.

Auch die Berlinerin Stefanie Heizmann, Bereichsleiterin beim Personalberatungsunternehmen „von Rundstedt HR Partners“, weiß um die Problematik heterogener Teams: „Oft sehen Mitarbeiter nicht die Vorteile, die Einzelne mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten für das Team bringen. Sie verstehen nicht, wie gut es ist, dass es im Team Kreative und Macher, aber auch Menschen mit hohen sozialen Fähigkeiten gibt.“ Deshalb besteht Heizmanns Aufgabe oft darin, den Gruppenmitgliedern diese gegenseitige Wertschätzung zu vermitteln. Sie erklärt zum Beispiel Ingenieuren, wie wichtig es ist, dass es unter ihnen auch ein kommunikativ begabtes Teammitglied gibt, das die Arbeitsergebnisse der Gruppe gut präsentieren kann.

Begegnen sich die Mitarbeiter untereinander mit Wertschätzung, ist meist schon ein großes Problem gelöst. „Denn häufig leiden schlecht funktionierende Gruppen an der gestörten menschlichen Beziehung ihrer Mitglieder. Deshalb blockieren sie zum Beispiel Vorschläge. Die Aufgabe von Teamleitern ist es, solche Konflikte auf den Tisch zu bringen und nicht schwelen zu lassen“, so Heizmann.

Das Klima ist entscheidend

Damit Teams wirklich erfolgreich arbeiten können, müssen aber noch andere Faktoren stimmen. Dazu gehören zum Beispiel eine kompetente Leitung und flache Hierarchien. „Teams nützen nichts, wenn der Ranghöchste mehr Gewicht hat als andere Gruppenmitglieder, deren Ideen dann womöglich nicht angemessen Gehör finden“, erklärt Kearney. „Das Klima ist entscheidend für den Erfolg.“

Und noch etwas muss stimmen: Arbeitsgruppen brauchen ein klar definiertes Ziel. Heizmann: „Bei problematischen Teams ist oft nicht klar, wozu sie eigentlich gut sein sollen. Wenn es aber keine klare Zielsetzung gibt, kann es auch keinen Erfolg geben!“

 

Infokasten:

Frauen bevorzugen Teamarbeit … zu dieser Erkenntnis kommt eine im November vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichte Studie. Danach setzen Frauen im Job häufiger auf Kooperation, während Männer bevorzugt als „Einzelkämpfer“ ihr Geld verdienen. Männer entscheiden sich oft nur dann freiwillig für Teamarbeit, wenn sie daraus einen konkreten materiellen Vorteil erzielen können.

Im Rahmen eines Laborexperiments ließen Verhaltensökonomen an der Universität Lyon 174 männliche und weibliche Probanden gegen Bezahlung verschiedene Aufgaben lösen. Im Versuchsverlauf konnten die Teilnehmer wählen, ob sie nach Einzel- oder Teamleistung entlohnt werden wollten. Ergebnis: Insbesondere leistungsfähige Männer entschieden sich für die Einzelarbeit, während Frauen – unabhängig vom eigenen Leistungsniveau – die Teamvariante wählten. Die Forscher haben für dieses Verhalten drei Gründe herausgearbeitet: Frauen schätzen die Leistung ihrer Mitstreiter weniger pessimistisch ein als Männer und legen mehr Wert auf die sozialen Aspekte des Arbeitens, etwa das faire Teilen des gemeinsam erwirtschafteten Gewinns. Außerdem sind Männer empfänglicher für materielle Anreize: Sie entschieden sich im gleichen Maße für Teamarbeit wie Frauen, wenn der im Team erzielbare Stücklohn nur geringfügig höher war.

Mit dem Thema Teamarbeit beschäftigt sich auch eine repräsentative Umfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga), die in diesem Jahr veröffentlicht wurde. Dabei stand das Thema Altersunterschiede im Blickpunkt. Ergebnis: Wenn Beschäftigte Altersunterschiede in ihrem Team stark wahrnehmen und Diskriminierung erleben, hat das negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Die Umfrage zeigt auch, dass Mitarbeiter kleiner Unternehmen weniger häufig von Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen aufgrund des Alters berichten als Mitarbeiter in größeren Unternehmen. Sie haben im Durchschnitt auch einen besseren Gesundheitszustand als die Beschäftigten in mittelständischen und Großunternehmen. Die meisten Vorurteile gegenüber Älteren zeigen sich bei jüngeren Mitarbeitern bis 40 Jahren.

Mit zunehmendem Alter der Mitarbeiter nimmt auch die Wertschätzung altersgemischter Teams zu. Auch in dieser Studie zeigen sich die Frauen als sozial kompatibler: Sie haben weniger Vorurteile und sehen eher die positiven Effekte altersgemischter Gruppen.

Literaturtipp:
Ich hasse Teams! Wie Sie die Woche mit Kollegen überleben: Svenja Hofert, Thorsten Visbal, Eichborn, Frankfurt/Main (2010), 176 Seiten, 12,95 Euro.

Internettipp:
Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der Universität Münster: www.uni-muenster.de/OWMS/

(Veröffentlicht bei Berliner Zeitung, Dezember 2011)
(Copyright 2011 by Anja Schreiber)